Stefan Raab und "Die Anstalt" für Grimme-Preis nominiert

Wenig macht sich im Regal eines deutschen Fernsehschaffenden so gut wie ein Grimme-Preis. Bei der diesjährigen Ausgabe können sich unter anderem Stefan Raab, Olli Dittrich, "Die Anstalt" und Xavier Naidoos "Sing meinen Song" Hoffnungen machen. Auch der Weimar-"Tatort" hat Chancen.
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Grimme-Preis-verdächtig: Stefan Raab und "Die Anstalt" sind für einen Spezial-Preis nominiert
[M] ddp images/ZDF/Michel Neumeister Grimme-Preis-verdächtig: Stefan Raab und "Die Anstalt" sind für einen Spezial-Preis nominiert

Im deutschen Fernsehen gibt es (fast) nur zwei große Erfolgskriterien: Zum einen die ewige Einschaltquote, zum anderen der Grimme-Preis - die Auszeichnung ist so etwas wie der Ritterschlag für gute TV-Unterhaltung. Am Dienstag war nun Aufregung in den Redaktionen angesagt. Denn das Grimme-Institut hat die Nominierungen für die diesjährige Preisverleihung bekannt gegeben. Freuen durften sich schließlich unter anderem Stefan Raab (48) und die Serien-Verantwortlichen bei VOX. Ansonsten wurden vor allem die Highlights der öffentlich-rechtlichen Sender gewürdigt.

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Auch Raab hatte die Jury nicht etwa mit seinen langwierigen "Schlag den Raab"-Auftritten überzeugt - sondern mit seiner musikalischen Vorstellung der Kandidaten beim "Bundesvision Song Contest". Die könnte ihm einen "Spezial-Preis" in der Kategorie Unterhaltung bringen. Im VOX-Programm gefiel den Grimme-Preis-Verantwortlichen die Serie "Höhle der Löwen" und Xavier Naidoos recht erfolgreiche Show "Sing meinen Song".

Davon abgesehen stand in Sachen Unterhaltung vor allem Nachdenklich-Lustiges auf der Nominierten-Liste: Dabei ist etwa einmal mehr "Der Tatortreiniger" mit Bjarne Mädel (46) und Olli Dittrichs (58) Talkshow-Parodie "Das Talkgespräch". Und - wie Raab für einen Spezial-Preis nominiert - das kritische Kabarett, das die Münchner Max Uthoff (47) und Claus von Wagner (37) in der "Anstalt" auf den Bildschirm bringen; konkret in der Flüchtlingsdebatte. Vor rund einem Jahr hatten sich die Nachfolger von Urban Priol und Frank-Markus Barwasser im Gespräch mit spot on news bescheiden gegeben: "Wir haben ein großes Erbe bekommen - und das verprassen wir jetzt", sagte von Wagner.

Und natürlich kamen die Grimme-Preis-Experten auch am Phänomen "Tatort" nicht vorbei. In der Kategorie Fiktion sind unter anderem nominiert: Ulrich Tukurs (57) theaterhafte HR-Folge "Im Schmerz geboren", die Weimarer Neujahrs-Episode "Der irre Iwan" mit Christian Ulmen (39) und Nora Tschirner (33) sowie Jürgen Werner für einen Spezial-Preis für seine Drehbücher zu den ersten vier Dortmund-"Tatorten". Auch ein Polizeiruf schaffte es in die Auswahl: Die düstere Münchner Episode "Morgengrauen", in der Matthias Brandt (53) alias Hanns von Meuffels sein Liebesglück auf tragische Weise verpasst.

Die Preisverleihung zur 51. Ausgabe des Grimme-Preises findet am 27. März im nordrhein-westfälischen Marl statt.

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