So emotional war Olympia: Das waren die unglaublichsten Momente

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina sind Geschichte. Neben Höchstleistungen und Überraschungen in den Wettkämpfen sorgten auch wieder zahlreiche Geschichten abseits des Sports für Aufsehen - ob Heiratsanträge, Fremdgeh-Geständnis oder ein Hund im Zielsprint.
(eyn/spot) |
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Lindsay Vonns Olympia-Comeback endet nach Sekunden, Max Langenhahn drückt den Kanzler weg - das sind nur zwei Momente der Olympischen Winterspiele 2026.
Lindsay Vonns Olympia-Comeback endet nach Sekunden, Max Langenhahn drückt den Kanzler weg - das sind nur zwei Momente der Olympischen Winterspiele 2026. © IMAGO/ZUMA Press Wire / IMAGO/Eibner

Am Sonntag sind die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo zu Ende gegangen. Deutschland lieferte mit Ski-Cross-Star Daniela Maier oder Skispringer Philipp Raimund überraschende Goldgewinner und landete am Ende auf Platz fünf im Medaillenspiegel, sorgte unter anderem mit Franziska Preuß' Abschied vom Biathlon aber auch für emotionale Momente. Neben Höchstleistungen, überraschenden Siegen und bitteren Niederlagen in den Wettkämpfen lieferten die Spiele in Italien aber auch abseits des Sports eine Fülle an Geschichten, die noch lange in Erinnerung bleiben dürften. Ein Überblick über die denkwürdigsten Momente.

Lindsey Vonns dramatischer Sturz

Das wohl erschütterndste Bild dieser Spiele lieferte Ski-Legende Lindsey Vonn (41). Die US-Amerikanerin war mit einem Kreuzbandriss im linken Knie zur Olympia-Abfahrt angetreten - ausgestattet mit einer Spezialschiene und dem unbedingten Willen, ihren Traum vom Gold in Cortina zu verwirklichen. Nach nur 13 Sekunden endete dieser Traum jäh: Vonn verfing sich mit dem rechten Arm in einem Tor, stürzte schwer und zog sich eine komplexe Schienbeinfraktur zu. Per Hubschrauber ging es ins Krankenhaus, wo sie mehrfach operiert wurde. Auf Instagram meldete sie sich kämpferisch: Sie bereue nichts, der Unterschied zwischen perfekter Linie und Katastrophe betrage im Abfahrtsrennen manchmal eben nur wenige Zentimeter.

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Heiratsanträge für Breezy und Groenewoud

Deutlich erfreulicher verlief Olympia in Sachen Liebe: Gleich mehrere Heiratsanträge gab es im Rahmen der Spiele. Den Anfang machte US-Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson (30). Nachdem sie im Super-G gestürzt war, empfing ihr langjähriger Freund Connor Watkins sie unten an der Piste mit einem Ring. Weil er außerdem ein Stück Holz mit einer eingravierten Taylor-Swift-Songzeile dabei hatte, gratulierte sogar der Popstar zur Verlobung. "Das war meine Hoffnung", freute sich Johnson über den Olympia-Antrag, "aber die Realität ist so viel besser, als man es sich vorstellt."

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Die niederländische Eisschnellläuferin Marijke Groenewoud (27) wurde nach ihrem Olympiasieg im Massenstart überrascht. Ihr Lebensgefährte, Radrennfahrer Mike Dogterom, ging am Ende einer Treppe vor laufenden Kameras vor ihr auf die Knie. "Ich bin heute für olympisches Gold angetreten, und ich werde mit Gold und einem silbernen Ring nach Hause gehen. Ich bin überglücklich", kommentierte die überrumpelte Olympionikin. Das Paar ist seit zehn Jahren zusammen.

Erst Gold, dann Trauer bei Gu

Es sollte auch einer der schönsten Tage in der Karriere von Freestyle-Superstar Ailing Eileen Gu (22) werden: Die für China startende gebürtige US-Amerikanerin holte sich im Halfpipe-Finale souverän ihren bereits dritten olympischen Titel. Doch kurz darauf berichtete sie weinend auf der Pressekonferenz, gerade vom Tod ihrer Großmutter erfahren zu haben. Vor ihrer Abreise zu den Spielen sei ihre Oma bereits schwer krank gewesen, erzählte Gu.

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Botns Gold für seinen toten Kollegen und Freund

Die wohl ergreifendste Geschichte dieser Spiele schrieb der norwegische Biathlet Johan-Olav Botn (26). Am Tag vor Weihnachten 2025 hatte er seinen Teamkollegen und engen Freund Sivert Guttorm Bakken mit nur 27 Jahren leblos im Hotelzimmer eines italienischen Trainingslagers gefunden. Die Umstände sind bis heute nicht vollständig geklärt. Bei Olympia siegte Botn deshalb nicht nur für sich, sondern auch für seinen Freund. "Sivert, wir haben es geschafft!", richtete er nach seinem sensationellen Olympiasieg im Einzel die ersten Worte an den Verstorbenen. Er habe auf der letzten Runde nur ans gemeinsame Training denken können und Bakken mit sich auf der Strecke gesehen.

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Lægreids Seitensprung-Beichte vor laufender Kamera

Für Fassungslosigkeit nach demselben Rennen sorgte der norwegische Biathlet Sturla Holm Lægreid (29), der den Sieg und die Widmung seines Teamkollegen fast überlagerte. Er gewann Bronze und gab in diesem Zusammenhang beim norwegischen TV-Sender NRK ungefragt ein Fremdgeh-Geständnis ab. Unter Tränen beichtete er, seine Partnerin betrogen zu haben, und bezeichnete das öffentliche Bekenntnis als "sozialen Selbstmord", mit dem er sie zurückgewinnen wollte. Der Plan ging nach hinten los: Norwegens Sportikonen reagierten empört, in den sozialen Medien hagelte es Kritik, und auch seine Ex-Freundin konnte dem wenig abgewinnen.

McGrath und die Flucht in den Wald

Für eines der Bilder dieser Winterspiele ist der norwegische Skirennläufer Atle Lie McGrath (25) verantwortlich. Der Slalom-Favorit war als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Lauf gegangen, fädelte mit Gold vor den Augen dann aber ein. Die Reaktion auf das bittere Aus war so ungewöhnlich wie bewegend: McGrath stapfte wortlos an der Streckenbegrenzung vorbei tief in den verschneiten Hang hinein, bis er sich schließlich am Waldrand in den Schnee sinken ließ und minutenlang reglos in den Himmel blickte.

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Langenhan drückt den Kanzler weg

Rodel-Olympiasieger Max Langenhan (26) schuf hingegen eine besonders amüsante Anekdote. Nach seinem Gold-Triumph im Einsitzer schaute er sich gerade eine Videobotschaft mit Gratulationen der Realitystars Carmen und Robert Geiss an, als eine unbekannte Nummer auf seinem Display auftauchte. Kurzerhand drückte Langenhan den Anruf weg. Am anderen Ende der Leitung: Bundeskanzler Friedrich Merz, der ihm ebenfalls gratulieren wollte. Merz nahm die Abfuhr sportlich und mahnte auf Instagram: "Nächstes Mal ans Telefon gehen."

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Wolfshund Nazgul sprintet ins Langlauf-Ziel

Auch ein tierischer Gast mischte sich unter die Olympioniken. Beim Teamsprint der Langläuferinnen büxte ein tschechoslowakischer Wolfshund namens Nazgul aus dem Garten seiner Besitzer aus und fand eigenständig seinen Weg ins Langlaufstadion von Tesero. Dort sprintete er fröhlich hinter zwei Athletinnen ins Ziel - und löste bei der Überquerung sogar die Lichtschranke aus. FIS-Streckenchef Michel Rainer brachte den Ausreißer schließlich vom Veranstaltungsort weg.

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