So dramatisch endet Luise Bährs Abschiedsfolge bei "Die Bergretter"

Die 18. Staffel - alle Folgen sind bereits in der ZDF-Mediathek zu sehen - bringt früh einen Schock für Katharina Strasser und ihre Freunde und Kollegen um Bergretterführer Markus Kofler (Sebastian Ströbel). Denn bei Katharina wird eine Leukämie-Erkrankung diagnostiziert. Als sie sich endlich offenbart, machen sich alle große Sorgen. Als Katharina schon meint, ihr Schicksal wäre besiegelt, findet sich in Episode 6 "Freier Wille" (im ZDF am 3. Dezember) in der Studentin Ronja (Rieke Seja) eine geeignete Stammzellenspenderin. Katharina und ihre Freunde schöpfen Hoffnung auf das ersehnte Wunder. Aber damit beginnt das Drama erst richtig.
Warnung an alle Fans: "Die letzte Rettung" ist eine wirklich krasse Folge. Gleich in mehreren Handlungssträngen steht es Spitz auf Knopf. In den knapp anderthalb Stunden geht es von Anfang an spektakulär zur Sache. Vieles klärt sich auf, vielleicht nicht in Wohlgefallen, aber in Hoffnung und Überleben. Aber die große Entscheidung - was geschieht mit Katharina Strasser? - fällt in den letzten fünf Minuten. Und die werden den Fans des Publikumslieblings noch sehr lange - und leidvoll - in Erinnerung bleiben.
Spoiler-Warnung: Wer sich die Spannung bis zur TV-Ausstrahlung am 3. Dezember nicht nehmen lassen will, sollte hier nicht weiterlesen.
Das Wunder ist möglich - dann bricht der Schnee weg
Denn Katharina Strasser stirbt einen dramatischen Serientod. Und der gipfelt in einer der nervenaufreibendsten und packendsten Gänsehaut-Sequenzen der jüngeren deutschen TV-Seriengeschichte.
Zurückgespult: Katharinas Erkrankung schickt auch ihre Freunde quer durch alle Folgen der neuen Staffel durch ein Wechselbad der Gefühle. Zu Beginn der finalen Folge "Die letzte Rettung" hoffen alle auf ein "Weihnachtswunder", weil die Therapie kurz vor Weihnachten beginnen soll. Dann aber geschieht das Unglaubliche: Stammzellenspenderin Ronja erscheint nicht zum Termin im Krankenhaus - sie verschwindet spurlos.
Aber sie hat nicht, wie Katharina befürchtet, kalte Füße bekommen, sondern ist in ein eigenes Drama verwickelt und findet sich nach einem Verkehrsunfall alleine und verletzt im Tiefschnee wieder. Bei der Suche nach ihr trennen sich die Bergretter. Sebastian fliegt im Heli, Katharina - obwohl eigentlich außer Dienst - und Nina Reuther (Josephin Busch) suchen zu Fuß. Katharina offenbart Nina ihre tiefen Ängste. "Das ständige Bangen. Ob ich lebe oder sterbe. Ich kann einfach nicht mehr", schluchzt sie verzweifelt.
Dann wieder der Hoffnungsschimmer: Sie finden und retten Ronja. Als Katharina über Funk Sebastian die gute Nachricht verkünden will, gerät sie in ihrer Euphorie zu nah an einen Abgrund - und der Schnee gibt nach.
Cliffhanger-Szenario in Super-Slowmo: Drama um Luise Bähr am Steinersprung
Katharina rutscht ab, kann sich mühsam am Fels halten. Nina springt heran, kann ihre Hand greifen. "Ich hab dich", keucht Nina, selbst mit dem Oberkörper schon fast über der Schlucht am Steinersprung hängend. Während Markus und Tobi (Markus Brandl) mit Michi (Robert Lohr) im Heli nahen, versucht Nina krampfhaft, Katharina zu halten, aber beider Kräfte schwinden.
Die letzten Minuten vergehen in Super-Slowmotion. Katharinas erste Hand löst sich, man sieht, wie auch die Finger der anderen Hand an Ninas Handgelenk zu rutschen beginnen. Markus hechtet panisch aus dem gelandeten Heli herbei, wirft sich neben Nina in den Schnee. In diesem Moment gleitet Katharinas Hand ab, Nina schreit macht- und fassungslos, Markus landet neben ihr und streckt seine rettende Hand aus.
Katharina Strassers Abschied: Die letzte Szene zeigt Markus Kofler im dramatischen Close-up
Seine Finger berühren noch die von Katharina, aber er kann sie nicht umgreifen. Katharina stürzt, mit ungläubigem Blick und ausgestreckten Armen in die Tiefe.
Die letzte Sequenz in Katharinas Serienleben wird aus mehreren Kamerawinkeln gezeigt und alle ihre Mitstreiter bekommen eine Close-up-Aufnahme, voller Klarheit in ihrem Entsetzen, einer musikalisch dramatisch unterlegten, aber wortlosen Abfolge. Ronja, Markus' Bruder Jan Fugain (Arne Löber), die verzweifelt schreiende Nina, der fassungslose Markus, der schreckensstarre Michi, Katharinas aufgewühlter Halbbruder Tobi, sogar der entsetzt-traurige Rudi (Michael Pascher) in der Zentrale.
Der letzte Moll-Ton verklingt, als die Kameradrohne von Katharinas leblosem Körper am gut 30 Meter tiefen Boden des Abgrunds aufsteigt. Die allerletzte Szene zeigt Markus, das Gesicht verzerrt vor Fassungslosigkeit und Bestürzung, neben ihm die weinende Nina. Die Szene friert ein - der Abspann läuft von unten ins Bild.
Luise Bähr drehte bereits eine neue Krimi-Serie
Eigentlich erstickt dieses dramatische Ende alle Hoffnungen der Fans im Keim. Einen solchen Sturz kann man eigentlich nicht überleben. Trotzdem werden die Fans ab nervös auf den Start der 19. Staffel warten. Die wird seit Anfang September gedreht. Vielleicht, wer weiß ...
Ernüchternd muss aber stimmen: Als "Bergretter"-Drehstart war, war Luise Bähr für die Dreharbeiten ihrer neuen Krimiserie, "SOKO Spurenjäger" (Arbeitstitel), gebucht.