ProSiebenSat.1. gibt bekannt: Neuer TV-Sender für Ältere

Zuschauerinnen und Zuschauer im Alter von 45 bis 65 Jahren bekommen nächstes Jahr einen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen neuen TV-Sender präsentiert. Das zumindest besagt ein überraschendes Konzept der Sendergruppe ProSiebenSAT.1.
Jens Szameit |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der Sender SAT.1 bekommt eine kleine Schwester: SAT.2 startet im 2027.
2008 Getty Images/Johannes Simon 2 Der Sender SAT.1 bekommt eine kleine Schwester: SAT.2 startet im 2027.
Alexandra Neldel in ihrer Rolle als Lisa Plenske in der SAT.1-Telenovela "Verliebt in Berlin": Die Serie soll beim neuen Sender SAT.2. laufen.
SAT.1 / Noreen Flynn 2 Alexandra Neldel in ihrer Rolle als Lisa Plenske in der SAT.1-Telenovela "Verliebt in Berlin": Die Serie soll beim neuen Sender SAT.2. laufen.

Sieben Free-TV-Programme bietet die Sendergruppe ProSiebenSAT.1 derzeit an - doch dabei wird es nicht bleiben. "Es kommt noch ein Sender in der SAT.1-Familie hinzu. Wir werden 2027 mit SAT.2 starten", kündigte Programmchef Henrik Pabst jetzt in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an.

Den durchaus überraschenden Schachzug begründete der Chief Content Officer der in München-Unterföhring beheimateten Sendergruppe mit einer Zielgruppen-Erwägung: "Wir haben Zuschauerinnen und Zuschauer im Alter von 45 bis 65 Jahren im Visier. Da gibt es eine hohe Nachfrage an großen fiktionalen Serien, die man noch sehr gut von früher kennt." Als Beispiele nannte Pabst die Krimi-Klassiker "Der Bulle von Tölz" und "Kommissar Rex" sowie die Daily "Verliebt in Berlin". Aus der Werbewirtschaft habe es für das Konzept "positive Signale gegeben".

"Lineares Fernsehen ist Teil unserer DNA und wird es auch bleiben"

Auf die Frage, ob der neue Großaktionär aus Italien die Entscheidung beeinflusst hat, sagte Pabst: "Die Idee für SAT.2 gab es schon vorher. Lineares Fernsehen ist Teil unserer DNA und wird es auch bleiben. Ich bin überzeugt, dass es unsere frei empfangbaren Sender noch lange geben wird." Heute gelte es gleichwohl, das Programm über diverse Plattformen zu verteilen. "Wir müssen in der Lage sein, Geschichten so gut und breit zu erzählen, dass wir möglichst viele Menschen erreichen, auf welchen Wegen auch immer."

Der italienische Berlusconi-Konzern MediaForEurope (MFE) hält seit September 2025 die absolute Mehrheit der Anteile an der ProSiebenSat.1 Media SE. Immer wieder wurden seither Befürchtungen laut, die Mehrheitseigner könnten Einfluss auf die Programmgestaltung nehmen. Die Sorge wies Papst im "SZ"-Interview zurück.

"Es gibt einige Geschäftsbereiche, in denen wir gut zusammenarbeiten können. Wir bringen zum Beispiel unsere Streaming-Technologien zusammen", sagte der Programmchef, betonte aber auch eine "klare Grenze": "Lokale Spieler brauchen lokale Inhalte und müssen lokale Entscheidungen treffen. Deshalb werden unsere Programmentscheidungen in Deutschland getroffen. Nur dann kommt das beste Ergebnis dabei heraus."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.