Programmänderung für Alexander Held: ZDF zeigt "München Mord"-Krimi

Nach dem Tod von Alexander Held ändert das ZDF in Erinnerung an den beliebten Schauspieler das Programm. Zur Primetime läuft "München Mord: Das Kamel und die Blume". "Stralsund"-Episoden sind ebenfalls zu sehen. Außerdem gibt es unausgestrahlte Folgen beider Krimireihen.
(ili/spot) |
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"München Mord: Das Kamel und die Blume": Ludwig Schaller (Alexander Held, l.) fragt Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier), ob sie eine handschriftliche Nachricht an die Hüttenbesitzer entziffern können.
"München Mord: Das Kamel und die Blume": Ludwig Schaller (Alexander Held, l.) fragt Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier), ob sie eine handschriftliche Nachricht an die Hüttenbesitzer entziffern können. © ZDF / Jürgen Olczyk

Das ZDF hat sein Programm nach dem Tod von Alexander Held (1958-2026) kurzfristig angepasst. Wie am Dienstag (19. Mai) bekannt wurde, starb der Schauspieler am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren überraschend nach kurzer Krankheit. In Gedenken an den beliebten Darsteller reagiert der Sender mit einer Programmänderung.

ZDF zeigt "München Mord" am Mittwochabend

Am Mittwoch (20. Mai) zeigt das ZDF um 20:15 Uhr "München Mord: Das Kamel und die Blume". Der Film aus dem Jahr 2021 (Erstsendung: 20. November 2021) schickt das Ermittlertrio Ludwig Schaller (Alexander Held), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) in eine Schrebergartensiedlung, wo eine Explosion einen Menschen das Leben kostet. Die Ermittlungen ergeben: Die Gasleitung wurde manipuliert. Hinter dem Anschlag steckt ein Beziehungsstreit - ein Mann entführt seinen Rivalen aus Eifersucht, der Vater der Schwangeren ist ebenfalls verstrickt. Parallel gerät Kommissarin Flierl über eine Internet-Datingplattform in Schwierigkeiten: Die Agentur erweist sich als rechtsgesinnt, was ihr dienstlichen Ärger einbringt. Schaller und Neuhauser stellen sich hinter sie.

Regie führte Matthias Kiefersauer, das Drehbuch stammt von Friedrich Ani und Ina Jung. Neben Held, Heerwagen und Mittermeier sind unter anderem Rufus Beck und Timur Bartels zu sehen.

Als Kriminalhauptkommissar Ludwig Schaller war Held seit der ersten Folge 2013 festes Mitglied des Ensembles. Insgesamt waren die drei Ermittler 22 Mal gemeinsam auf dem Bildschirm zu sehen.

Kollegen verabschiedeten sich öffentlich

Heerwagen und Mittermeier hatten sich auf Instagram von ihrem langjährigen Kollegen verabschiedet. Sie schrieben, es habe nicht einen Drehtag gegeben, an dem sie nicht gerne mit ihm zusammengearbeitet hätten. Held sei "ein großartiger Schauspieler und zudem ein feiner Mensch" gewesen. Sein Platz am Schreibtisch sei nun leer - "leider für immer".

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Matthias Kiefersauer schrieb zu einem gemeinsamen Schwarz-Weiß-Foto auf Instagram: "Mach's gut Alexander! Es war mir eine Ehre."

Bereits am gestrigen Dienstagabend gab es Held-Filme zu sehen. Ab 20:15 Uhr liefen bei ZDFneo zwei Folgen der Krimireihe "Stralsund" - zunächst "Waffenbrüder", gefolgt von "Die rote Linie" um 21:45 Uhr. In dieser Reihe spielte Held seit 2010 den kontrollierten Kriminalhauptkommissar Karl Hidde - das Gegenstück zu seinem fast schon übersinnlichen Ermittler Schaller.

Noch drei unausgestrahlte Krimis

Wie das ZDF auf Nachfrage von spot on news mitteilte, sind zwei weitere Folgen von "München Mord" mit Held bereits abgedreht - die Sendetermine stehen noch aus. Auch der letzte "Stralsund"-Film mit dem Schauspieler, Arbeitstitel "Dunkle Tiefen", hat noch keinen Ausstrahlungstermin.

Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I, erklärte zum Tod des Schauspielers: "Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete." Held werde dem deutschen Film und Fernsehen "sehr fehlen".

Karriere zwischen Bühne, Kino und Fernsehen

Held hatte seine Karriere an den großen deutschsprachigen Bühnen begonnen - den Münchner Kammerspielen, der Freien Volksbühne Berlin und den Salzburger Festspielen. International war er in Steven Spielbergs "Schindlers Liste" (1993) zu sehen, im deutschen Kino unter anderem in "Der Untergang" (2004), "Sophie Scholl - Die letzten Tage" (2005) und "Der Baader Meinhof Komplex" (2008). Im Fernsehen wirkte er in den Mehrteilen "Tannbach - Schicksal eines Dorfes" und "Unterleuten - Das zerrissene Dorf" mit.

Für seine Rolle als Ludwig Schaller erhielt er 2014 den Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler, 2023 den Ehrenpreis beim Deutschen Fernsehkrimi-Festival.

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