Netflix experimentiert: Ist das das Ende der Binge-Ära?

Wir sind es mittlerweile gewohnt, so viele Folgen einer neuen Serie sehen zu können, wie wir wollen. Doch damit könnte bald Schluss sein - Streamingdienste wollen das Seriengucken wieder zum Event machen.
| (mia/spot)
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Das US-amerikanische Trashformat "Too Hot To Handle" alias "Finger weg!" war ein echter Netflix-Hit.
Das US-amerikanische Trashformat "Too Hot To Handle" alias "Finger weg!" war ein echter Netflix-Hit. © Netflix Germany

Seit einigen Jahren schon ist Binge-Watching die Art, wie Zuschauer Serien und Reality-Formate größtenteils konsumieren: Es werden mehrere Folgen am Stück geschaut, manchmal sogar ganze Serien in einem Rutsch. Doch es zeichnet sich eine Gegenbewegung ab, mit der Netflix und Co. diese Art des Konsumverhaltens wieder in eine andere Richtung lenken wollen.

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Netflix plant demnach, die nächsten Staffeln der Reality-Shows "The Circle" und "Finger weg!" nicht mehr auf einen Schlag zu veröffentlichen, sondern Folge für Folge im Wochen-Rhythmus. "Wir experimentieren mit dem Veröffentlichungsformat, damit Sie Zeit haben, jede Phase des Wettbewerbs zu analysieren und zu erläutern, während er sich entfaltet", schreibt Netflix über die neue, alte Strategie.

Schon im April geht es los

So wird "The Circle" am 14. April mit vier Folgen debütieren, weitere Folgen erscheinen am 21. und 28. April, gefolgt vom Staffelfinale am 5. Mai. "Finger weg!" wird sich im Juni über mehrere Wochen erstrecken, ein genaues Datum steht noch nicht fest. Auch bei Disney+ gibt es einen "traditionellen Wochenplan", dem Shows wie "The Mandalorian" oder "WandaVision" folgen, dasselbe gilt für die "Star Trek"-Serie von Paramount+.

Der Grund für diese Entwicklung liegt auf der Hand: Wenn Netflix eine Serie wie "Bridgerton" oder "The Crown" auf einen Schlag veröffentlicht, ist der Hype zwar groß - aber auch schnell wieder vorbei. Serien, deren Spannungsbögen über Wochen gestreckt werden, sind dagegen länger Gesprächsthema. Und wer an den Beispielen von etwa "Game of Thrones" oder "Breaking Bad" miterlebt hat, wie jede neue Folge zum viel diskutierten Ereignis wurde, dem dürfte die neue Strategie einleuchten: Serien-Gucken soll wohl wieder Event-Charakter bekommen.

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