Nach Morddrohungen: "Harry Potter"-Star Paapa Essiedu verteidigt Rolle

Paapa Essiedu übernimmt in der neuen "Harry Potter"-Serie die Rolle des Severus Snape. Nach heftiger Kritik und sogar Morddrohungen äußert sich der Schauspieler erneut zu seiner Besetzung.
(lau/spot) |
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Paapa Essiedu als Severus Snape in der neuen "Harry Potter"-Serie.
Paapa Essiedu als Severus Snape in der neuen "Harry Potter"-Serie. © imago/Landmark Media / Supplied by LMK

Der britische Schauspieler Paapa Essiedu (36) lässt sich von der Diskussion um seine Besetzung als Severus Snape offenbar nicht von seiner Arbeit abbringen. Am Rande der "TIME100 Next Gala" in New York vor einigen Tagen sprach er über den Wirbel um die neue "Harry Potter"-Serie, deren erste Staffel den Titel "Harry Potter und der Stein der Weisen" trägt. Essiedu, der die legendäre Figur vom 2016 verstorbenen Alan Rickman übernimmt, sagte in einem auf X zu sehenden Interview: "Die Menschen haben viele Emotionen, wenn es um dieses Thema geht. Natürlich hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung."

Er selbst konzentriere sich vornehmlich auf die vor ihm liegende Aufgabe: "Ich möchte dieser Figur so viel Menschlichkeit, Tiefe, Vielschichtigkeit und Komplexität wie möglich verleihen. Das ist mein Job, und es ist ein Privileg und eine Ehre, ihn ausüben zu dürfen."

Morddrohungen nach Bekanntgabe der Besetzung

Seit HBO im April 2025 bekannt gab, dass Essiedu den Hogwarts-Professor spielen wird, schlägt dem Schauspieler auch offener rassistischer Hass entgegen. Im März 2026 berichtete Essiedu der britischen "Sunday Times" sogar von Morddrohungen. "Steig aus, oder ich bringe dich um", habe eine der Nachrichten gelautet. Niemand sollte so etwas erleben müssen, nur weil er seinen Beruf ausübe, betonte er damals.

Auch der Sender HBO, für den die "Harry Potter"-Serie entsteht, reagierte damals auf die Anfeindungen. HBO-Chef Casey Bloys erklärte im März gegenüber dem Branchenmagazin "Variety", dass das Produktionsteam bereits mit heftigen Reaktionen auf die Serie gerechnet habe. Deshalb seien besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Neben einem eigenen Sicherheitsteam gebe es für die Beteiligten auch Schulungen zum Umgang mit sozialen Medien.

J. K. Rowlings kontroverse Aussagen

Hinzu kommt eine weitere Kontroverse: Essiedu hatte einen offenen Brief zur Unterstützung von Transrechten unterzeichnet, wie unter anderem "The Guardian" berichtete. "Harry Potter"-Schöpferin J. K. Rowling (61) vertritt dagegen öffentlich andere Positionen zu Fragen der Geschlechtsidentität, sehr zum Bedauern vieler ihrer vormaligen Fans. In einem Beitrag auf X machte die Autorin aber deutlich, dass sie Essiedu wegen seiner Ansichten nicht aus der Serie drängen wolle.

Die neue HBO-Adaption erzählt die Geschichte der Bücher noch einmal und ausführlicher mit einer neuen Besetzung. "Harry Potter und der Stein der Weisen" soll am 25. Dezember 2026 in Deutschland beim Streamingdienst HBO Max starten.

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