Nach "Aktenzeichen XY"-Ausstrahlung: "Interessante Hinweise" zu Mord am "Bierkönig"-Betreiber

Es war offenbar ein erfolgreicher Start für den neuen ZDF-Ableger "Aktenzeichen XY ... International": Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bringen nach Jahrzehnten Bewegung in den Mordfall des früheren "Bierkönig"-Betreibers Manfred Meisel.
Leonie Ebel |
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Seit 2002 moderiert Rudi Cerne "Aktenzeichen XY ... Ungelöst". Nun stand er auch erstmals für den Ableger "Aktenzeichen XY ... International" vor der Kamera.
Seit 2002 moderiert Rudi Cerne "Aktenzeichen XY ... Ungelöst". Nun stand er auch erstmals für den Ableger "Aktenzeichen XY ... International" vor der Kamera. © ZDF/Nadine Rupp

In der Nacht zum 12. November 1997 ereignete sich auf Mallorca ein grausames Verbrechen: Zusammen mit seinem achtjährigen Sohn und einer Angestellten wurde "Bierkönig"-Betreiber Manfred Meisel in seiner Finca erschossen. Bis heute ist unklar, wer hinter der Tat steckt. Bereits in der Vergangenheit sind mehr als 300 Zeugenhinweise bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt eingegangen, die für den Fall zuständig ist - dennoch konnte der oder die Täter bis heute nicht ausfindig gemacht werden.

Nun wurde der Cold Case in dem "Aktenzeichen XY"-Ableger erneut aufgegriffen - eine Entscheidung, die sich offenbar auszahlte. "Im Fall des Dreifachmordes aus Spanien sind die meisten Hinweise bei uns im Studio eingegangen", erklärte jetzt Fabian Puchelt vom LKA Bayern im "Aktenzeichen XY ... Update". Und auch beim Ermittler-Team in Frankfurt herrschte Hochbetrieb, wie Staatsanwalt Dominik Mies berichtet: "Interessante Hinweise sind bei uns nicht nur aus Deutschland und Spanien, sondern auch aus anderen europäischen Ländern eingegangen."

Warum die entscheidenden Informationen erst jetzt eingehen, erklärt der Staatsanwalt wie folgt: "Es deutet sich hier an, dass es bei Personen möglicherweise Loyalitätsverschiebungen gegeben hat und nun dort die Bereitschaft besteht, weitere Aussagen zu tätigen." Welche Angaben genau gemacht wurden, behalten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen für sich. Doch die Hoffnung steigt, dass der grausame Dreifachmord nach all den Jahren endlich aufgeklärt werden kann.

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