Matthias Killing bei "The Voice": Warum er Melissa Khalaj dankbar ist

Anfang Mai wurde Matthias Killing (46) als neuer "The Voice of Germany"-Moderator bestätigt. Er folgt auf Thore Schölermann (41) und präsentiert die Musikshow (ab 11. September immer freitags in Sat.1 und samstags auf ProSieben) gemeinsam mit Melissa Khalaj (37).
Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der Moderator über seine emotionale Reaktion auf das Angebot. Zudem verrät Killing, wie ihm Khalaj beim Einstieg half, wie sein Vorgänger auf den Moderatorenwechsel reagierte und warum er sich auf die emotionalen Begegnungen mit den Talenten bewusst nicht vorbereitet hat.
Sie schauen "The Voice of Germany" nach eigener Aussage schon seit Staffel eins als Fan - wie fühlt es sich an, nun selbst Teil der Show zu werden?
Matthias Killing: Es ist für mich ein unbeschreiblich schönes Gefühl, manchmal auch noch etwas unwirklich. Wenn man wirklich Fan ist und auf einmal mittendrin ist - das ist schon sehr besonders. Ich bin aber auch total stolz, dass ich nun Moderator einer der größten Shows Deutschlands sein darf.
Wurden Sie einfach gefragt oder wie kam es zu Ihrem "TVOG"-Debüt?
Killing: Ich bin mit unseren Verantwortlichen beim Sender regelmäßig im Austausch. Als man mich gefragt hat, ob ich Teil von "The Voice of Germany" werden möchte, war ich ehrlich gesagt sprachlos. Da sind tatsächlich ein paar Freudentränchen geflossen, weil ich mich einfach riesig über das Vertrauen gefreut habe.
Sie sind dem Publikum vor allem als Sportmoderator bekannt. Was reizte Sie am Wechsel zu einer großen Musikshow?
Killing: Mich reizen vor allem die Menschen. Die Talente bringen alle einen großen Traum mit, und das berührt mich. Ich bin ein sehr empathischer Mensch und mag das Miteinander. "TVOG" ist unglaublich authentisch und genau das macht die Sendung für mich besonders.
Mit "The Voice" begleiten Sie Talente in ihrem vielleicht größten Moment. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet, Menschen in solchen Ausnahmesituationen zu begegnen?
Killing: Gar nicht, ich bin einfach ich selbst. Ich feiere mit, ich leide mit, ich bin einfach da. Echt und authentisch. Das brauche ich nicht vorzubereiten.
Haben Sie sich bei Thore Schölermann Rat geholt - oder wollen Sie die Rolle ganz neu für sich definieren?
Killing: Wir haben telefoniert, wir kennen uns aber auch schon lange privat. Das Schönste war, dass er sich so sehr für mich gefreut hat.
Was unterscheidet Sie beide als Moderatoren am meisten?
Killing: Wir saßen neulich nebeneinander und haben uns angeschaut und mussten lachen, wir sehen uns beide so ähnlich ... Er hat ein paar mehr graue Haare, ich bin fünf Jahre älter, das ist der größte Unterschied ...
Sie moderieren gemeinsam mit Melissa Khalaj - beim Drehstart in Berlin standen Sie zum ersten Mal zusammen auf der Bühne. Wie war dieser erste gemeinsame Auftritt?
Killing: Ganz wunderbar. Melissa ist eine fantastische Kollegin, sie hat es mir sehr leicht gemacht, anzukommen. Sie hat mich unterstützt, mir alles erklärt, Laufwege, Spots, Situationen und vieles mehr. Ich bin ihr da sehr dankbar. Als wir dann zusammen moderiert haben, hat es sich angefühlt, als würden wir das schon ewig zusammen machen.
Wie würden Sie Ihr Zusammenspiel beschreiben? Wer übernimmt eher welche Rolle?
Killing: Wir haben beide die gleiche Rolle. Wir sind Gastgeber und gleichzeitig begleiten wir die Talente und auch deren Familien. Wir sind wahrlich Begleiter, denn die Stars sind die Talente und die Coaches. Das Schöne ist, niemand muss irgendeine Rolle übernehmen oder spielen, wir dürfen einfach sein, wie wir sind.
Auf den roten Stühlen sitzen Shirin David, Nico Santos, Michi Beck & Smudo und Rea Garvey. Wen kannten Sie vorher schon? Mit wem verstehen Sie sich am besten und warum?
Killing: Bis auf Michi Beck kannte ich alle. Rea schon lange, Nico seit sechs Jahren, mit Shirin hatte ich mal ein langes Interview über ihr Leben und ihre Karriere - da haben wir uns super verstanden und Smudo kenne ich vom Motorsport. Er ist ja leidenschaftlicher Rennfahrer und als solchen habe ich ihn schon interviewt.
Gibt es einen Moment vom Set, der Ihnen schon jetzt besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Killing: Ja, es gibt einen Moment in der Show, in dem das Publikum so feiert, dass einem fast das Studiodach wegfliegt. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten, nur so viel: Das wird der Wahnsinn!
Hat Sie etwas überrascht aus der Show, das Sie als bisheriger Zuschauer so nicht gedacht hätten?
Killing: Nein, dafür mache ich auch schon zu lange Fernsehen. Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen - jede Emotion ist echt.
Sie haben betont: "FFS bleibt und ran natürlich auch." Wie bekommen Sie das "Sat.1 Frühstücksfernsehen", Ihre Sport-Engagements und nun "The Voice" zeitlich unter einen Hut?
Killing: Das ist gar kein Problem, denn ich habe ein gutes Zeitmanagement und habe das große Glück, in drei fantastischen Teams zu arbeiten. Das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" ist eine Familie, "ran" auch - und nun darf ich auch noch Teil der "The Voice"-Family sein. Und in einer Familie unterstützt man sich - das erlebe ich nun dreimal und deswegen klappt das alles total gut!