Luzerner Nebel: So war der Tatort "Geburtstagskind"

Kaum Tempo, wenig Spannung am Sonntagabend im neuen Schweizer Tatort "Geburtstagskind"mit Stefan Gubser und Delia Mayer. Hier ist die AZ-Kritik.
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Reto Flückiger (Stefan Gubser) befragt die Mutter (Sarah Spale) des toten Mädchens.
SWR / Daniel Winkler Reto Flückiger (Stefan Gubser) befragt die Mutter (Sarah Spale) des toten Mädchens.

Nach desaströsem Auftakt hatte sich der Schweizer „Tatort“ zuletzt beträchtlich gesteigert und zwischenzeitlich mit Dani Levis Fasnacht-Krimi über die Luzerner Zünfte einen stimmungsvollen Höhepunkt geliefert.

Doch im fünften Fall „Geburtstagskind“ schaffen es auch die überzeugenden Schauspieler Stefan Gubser (Reto Flückiger) und Delia Mayer (Liz Ritschard) nicht, den von Regisseur Tobias Ineichen bräsig inszenierten Krimi auf Betriebsniveau zu bringen. Dazu bleibt die Geschichte um die ermordete und schwangere Stieftochter eines christlichen Sektenführers viel zu schablonenhaft.

War der leibliche (und zurückgewiesene) Vater der Mörder? Wohl kaum, so überzogen böse Marcus Signer den Außenseiter geben muss. Schleppendes Tempo, wenige Figuren, fehlende Überraschungen und die nur als Behauptung existierende Anziehungskraft der Sekte können den „Tatort“-Fan nicht überzeugen.

Immerhin: Sarah Spale Bühlmann ist in der Rolle der verstörten Mutter eine Entdeckung. 

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