Letzter Filmauftritt: Günther Maria Halmer in "Servus Eddie"

Das Erste zeigt am Freitagabend die Tragikomödie "Servus Eddie - Spätes Glück". Für Günther Maria Halmer, der im Mai im Alter von 83 Jahren starb, war die Rolle des obdachlosen Adam Einmiller die letzte vor der Kamera. Kollegin Jutta Speidel erinnert sich an einen der "ganz Großen".
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In "Servus Eddie - Spätes Glück" spielte Günther Maria Halmer (l.) seine letzte Filmrolle. Als Obdachloser Adam Einmiller war er neben Maximilian Brückner (Eddie) und Jutta Speidel (Maria) zu sehen.
In "Servus Eddie - Spätes Glück" spielte Günther Maria Halmer (l.) seine letzte Filmrolle. Als Obdachloser Adam Einmiller war er neben Maximilian Brückner (Eddie) und Jutta Speidel (Maria) zu sehen. © ARD Degeto Film/new!move films/Hendrik Heiden

Günther Maria Halmer (1943-2026) ist am Freitagabend um 20:15 Uhr im Ersten in seiner letzten Filmrolle zu sehen. Der bayerische Filmstar starb am 10. Mai 2026 nach einer schweren Krebserkrankung. Er wurde 83 Jahre alt. In der Tragikomödie "Servus Eddie - Spätes Glück" spielt er den Obdachlosen Adam Einmiller, der gerade die Kollekte aus einer Kirche eingesteckt hat. Damit endet eine Karriere, die mehr als 180 Film- und Fernsehrollen und dazu eine lange Reihe von Theaterengagements umfasst.

Eine seiner Kolleginnen in diesem Film ist Jutta Speidel (72), die Halmer fast vier Jahrzehnte kannte. "Mit ihm ist einer der ganz Großen gegangen - und es werden immer weniger, die noch da sind", sagte die Schauspielerin im Gespräch mit der Münchner Tageszeitung "tz" über den verstorbenen Kollegen. Sie erinnerte dabei auch an Schauspieler Mario Adorf (1930-2026), der wenige Tage vor Halmer in Paris verstorben war: "Da geht gerade eine ganze Garde toller, großartiger Menschen. Das macht mich traurig."

Darum geht's in "Servus Eddie - Spätes Glück"

Erzählt wird in "Servus Eddie - Spätes Glück" die Geschichte von Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner), einem Streifenbeamten, der sich für den Sheriff von München hält und mit der Smith & Wesson an der Hüfte durch die Isarmetropole zieht. Weil sein Draufgängertum ihn die Position im höheren Dienst gekostet hat, will er sich wieder nach oben kämpfen: mit unbezahlten Sonderschichten vor Dienstbeginn und einer Falle, die er in Zivil zwei völlig harmlosen Kleindealern stellt.

Der Zugriff platzt, als Eddie mit einem alten Mann - Adam - zusammenstößt. Bei der Kollision geht seine Dienstwaffe verloren, und eine Zeugin (Marlene Morreis) macht aus dem Missgeschick einen handfesten dienstlichen Ärger. Also kümmert sich der Polizist um Adam, um den Schaden zu begrenzen. Dass seine Mutter Maria (Jutta Speidel) den Senior bereits kennt, steht nicht in seinem Plan...

Viel Münchner Personal

Inszeniert hat den Film Felix Karolus, der das Drehbuch gemeinsam mit Putzi von Adamo verfasst hat. Der Sender lobt die Produktion als pointiert geschriebene Tragikomödie, die turbulente Wendungen mit berührenden Momenten vor Münchner Kulisse verbindet. Neben Halmer, Brückner und Speidel sind unter anderem Gerhard Wittmann, Kathrin von Steinburg, Stefan Betz und Luca Verhoeven als Nachbar mit Baby zu sehen. Hinter der Kamera stand Wolfgang Aichholzer, die Musik schrieb Andrej Melita.

Speidel traut dem Stoff mehr zu als einen einzelnen Fernsehabend. "Eigentlich hat die Geschichte Potenzial für eine eigene Reihe", sagte sie. Ob daraus etwas wird, ist offen. Der Film ist bereits in der ARD Mediathek zu sehen.

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