Jetzt ist auch Sebastian Leges Mutter TV-Star - und sie ist noch schlagfertiger als der Sohn

Sebastian Lege erforscht mal wieder, was den Deutschen am liebsten auf den Tisch kommt und nimmt sich diesmal den Klassiker Gulasch vor - auf die eigene Art. Soll heißen: Der Kulinarik-Experte, der sich auch bestens mit den biochemischen Vorgängen beim Brutzeln und Braten auskennt, traktiert seine Zutaten auch mal mit dem Flammenwerfer oder mit einer Blitz-Eis-Behandlung.
Er geht systematisch vor, analysiert alle möglichen Gulasch-Bestandteile und wählt nur die besten Zutaten sowie Zubereitungsarten aus, wertet deutschlandweite Umfragen aus, um möglichst genau den Massengeschmack zu treffen. Er futtert sich durch Branchenereignisse wie das alljährlich Gulasch-Festival in Wien, besucht Fabrikanten und traditionsreiche Restaurants - und macht dann im entscheidenden Moment einfach doch alles ganz anders. Seine Devise lautet: "Professionalität", aber eben auch das Prinzip "ein bisschen eine Schraube locker", wie er selber sagt.
Absolutes Highlight der neuen Folge von "Lege kommt auf den Geschmack" bei VOX: Man lernt in der Sendung einen besonderen Gast kennen - Sebastian Leges Mutter Ute. Und die hat es mindestens genauso faustdick hinter den Ohren wie ihr latent überdrehter Sohnemann, der immer für ein wenig Durcheinander im selbst eingerichteten "Lege-Lab" gut ist.
Mutter Lege meckert über Sebastians "Schicki-Micki-Gulasch"
Was beide eint, ist die Liebe zu coolen Sprüchen. Klare Ansage von Muttern: "Ich brauch' nicht immer so ein Schicki-Micki-Gulasch", schimpft sie gleich zu Beginn ihres Besuchs. Sie steht für die Hausfrauen-Art des Kochens. Und das heißt eben auch: keine Bunsenbrenner auf der Kochtheke und auch keine Hochgeschwindigkeits-Fräs-Becher zum Häckseln und Pürieren. "So was mach ich nicht - Experimente", sagt Ute klipp und klar. "Chaos macht er."
Zunächst gestaltet sich das Familientreffen im Lege-Lab aber noch ganz friedlich. "Gulasch ist so ein Omi-Klassiker", sagt Sebastian Lege gönnerhaft. "Da habe ich doch eine Geheimwaffe parat." Und schon kommt seine in Würden ergraute Verwandte ins Studio. "Ich bin die Mutter von dem Sebastian, der immer im Fernsehen zu sehen ist", stellt sie sich vor und charakterisiert auch gleich ihren Sohnemann: "Bisschen verrückt - aber ist nun mal so."
"Ich ärger die immer ein bisschen - das ist gut für den Kreislauf"
Und Ute hat auch was mitgebracht: ihren eigenen Topf mit Gulaschfleisch. Sebastian Lege lüpft den Deckel, probiert und sagt frech: "Es ist Fleisch mit Kleister." Schlimmer noch: "Auf den ersten Blick ein bisschen wie Hundefutter." Ganz kurz ist Ute dann auch erschrocken. Allerdings durchschaut sie die Taktik ihres Sohnes schnell: "Du musst mich ein bisschen ärgern", sagt sie. "Mama kann das ab", meint Lege selbst. "Ich ärger die immer ein bisschen - das ist gut für den Kreislauf." Ach so!
Dann wird weiter geköchelt - immer auf der Suche nach dem perfekten Gulasch-Gericht. Und dafür hat Sebastian Lege diesmal eine ganz große Runde gedreht, die ihn natürlich auch nach Budapest führen musste, wo er an der Seite der Stadtführerin und Food-Expertin Nelly die kulinarische Szene der Stadt erkundet. Doch hat sich der große Aufwand, bei dem man wirklich so gut wie alles Wissenswerte rund um Paprikapasten, Fleischkonsistenz, Würzungen und Geschmacksrichtungen erfährt, auch wirklich gelohnt?
Im Lege-Leb machte sich der TV-Koch eben noch über seine liebenswerte Mutter lustig, am Ende vergeht ihm fast selbst das Lachen. Denn dann urteilte eine achtköpfige Fachjury über das Ergebnis seiner Forschungsreise - und das, was Lege nach viel Hin und Her endlich auf den Tisch brachte. Vielleicht hatte Mutter Ute ja den richtigen Verdacht, als sie sagte: "So ein Gedöns hier - da hätte ich keine Lust zu."
Sebastian Lege: Sein Gulasch ist geschmacklich nur "so na ja"
Es kommt, wie es kommen muss: Sebastian Lege verzettelt sich fast - unter anderem mit offenbar letztlich staubtrockenen Semmelknödel-Lauch-Cannelloni als Beilage und vor allem einem Gulaschfleisch von nicht ganz einheitlicher Schmor-Konsistenz und vergleichsweise uninspiriertem Geschmack. "Zu süß", heißt dann eines der harten Urteile über seine Soße. Oder eben auch: "Optisch top - geschmacklich so na ja."
Letztlich erzielt Sebastian Lege mit 18 von möglichen 24 Bewertungspunkten ein Ergebnis, das gerade noch so als Sieg durchgeht. Vermutlich hätte er sich doch an Mutter Ute halten sollen - und an weniger "Schicki-Micki", wie sie zu Recht immer wieder warnte.