Irene Fischer: Für Anna muss man uneitel sein

Vor zwei Jahren verließ Anna Ziegler ihren Mann, und damit die "Lindenstraße". Nicht die erste unbequeme Entscheidung, die Anna traf. Warum Irene Fischer sie dennoch gerne spielt, erzählt sie im Interview.
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Anna (Irene Fischer, r.) und ihre ewige Rivalin Helga (Marie-Luise Marjan)
Anna (Irene Fischer, r.) und ihre ewige Rivalin Helga (Marie-Luise Marjan) © ARD/WDR LINDENSTRAßE

Vor zwei Jahren verließ Anna Ziegler ihren Mann, und damit die Lindenstraße. Nicht die erste unbequeme Entscheidung, die Anna traf. Warum Irene Fischer sie dennoch gerne spielt, erzählt sie im Interview.

München - Nach zwei Jahren Abwesenheit kehrt Anna Ziegler am Sonntag (22. Februar um 18:50 Uhr im Ersten) zur "Lindenstraße" zurück - und wird sicherlich wieder für geteilte Meinungen sorgen. Denn Anna, die ihren Mann Hans vor zwei Jahren mit einem Säugling alleine ließ, polarisiert. Doch "eben weil sie viele Facetten hat" spielt Schauspielerin Irene Fischer (55), die seit 15 Jahren auch zum Autorenteam der Serie gehört, die Figur gerne, wie sie spot on news im Interview verrät. "Sie hat Ecken und Kanten, ist ständig ein bisschen überfordert und besserwisserisch. Solche Leute gibt es eben, jeder kennt so jemanden."

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"Man muss uneitel sein"

 

Gewisse Einschränkungen bringt eine Figur wie Anna allerdings mit sich. "Man muss natürlich ein bisschen uneitel sein, um Anna zu spielen, alleine schon, was ihre Kleidung betrifft", erklärt Fischer. Dass sie Unbequemes auch privat nicht scheut, bewies Fischer, als sie ihre Depression öffentlich machte. Kein leichter Schritt, wie sie nun erzählt. "Es ist mir extrem schwer gefallen, meine Depression öffentlich zu machen. Aber irgendjemand muss damit anfangen", sagt sie.

 

"Depressionen sind kein Randproblem"

 

"Ich hatte so gehofft, dass sich nach dem Tod von Robert Enke gesellschaftlich und politisch etwas ändert. Doch es herrschen nach wie vor große Unsicherheit und Skepsis im Umgang mit Menschen, die sich zu ihrer Depression bekennen, gerade am Arbeitsplatz. Wenn man nicht darüber spricht, wird sich das niemals ändern. Es ist kein Randproblem, sondern ein zentrales Problem unserer Gesellschaft, und es kann jeden treffen. Deswegen müssen wir lernen, damit umzugehen."

 

"Die positiven Reaktionen haben mich überrascht"

 

Sie selbst habe ausschließlich positive Reaktionen erhalten, als sie mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit ging: "Es hat mich selbst überrascht, wie positiv die Reaktionen waren. Wenn man mal von anonymen Stumpfsinnigkeiten auf Online-Foren absieht, gab es tatsächlich keinen einzigen Menschen, der negativ oder befremdlich reagiert hat."

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