"Heated Rivalry": Was die Serien-Sensation so besonders macht
Ende vergangenen Jahres gelang dem kanadischen Streamingdienst Crave mit "Heated Rivalry" ein Überraschungshit, der seinesgleichen sucht. Die Serie über zwei Eishockeystars, die auf dem Eis erbitterte Rivalen sind, während sie über Jahre eine geheime Affäre führen, eroberte weltweit die Herzen von Serienfans. Ab 6. Februar holt HBO Max die Geschichte um Shane Hollander und Ilya Rozanov nun endlich nach Deutschland. Laut Mitteilung werden die sechs Episoden wöchentlich erscheinen bis zur finalen Folge am 13. März.
Den Erfolg der Serie bestätigen überragende Ratings auf Bewertungsplattformen wie "IMDb" und "Rotten Tomatoes", wo die Low-Budget-Produktion langjährigen Erfolgsserien wie "Breaking Bad" und "Game of Thrones" die Stirn bietet. Dabei schlägt "Heated Rivalry" nicht nur in der Streaming-Welt hohe Wellen.
"Heated Rivalry" ist mehr als nur Sex
"Heated Rivalry" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Rachel Reid und ist Teil ihrer "Game Changers"-Buchreihe. Es geht um die Geschichte von Shane Hollander (Hudson Williams, 24) und Ilya Rozanov (Connor Storrie, 25), die als vielversprechende Nachwuchstalente in die fiktive Major League of Hockey (MLH) einsteigen. Es entsteht eine Rivalität zwischen den jungen Rookies, die von Medien, Fans und Teamkameraden befeuert wird. Wessen Team holt den Cup? Wer schießt die meisten Tore der Saison? Wer kommt bei Olympia weiter? Dabei verbindet die beiden auch eine besondere Anziehung, die sie in einer geheimen Affäre über viele Jahre ausleben. Doch dann stellen sie fest, dass sie echte Gefühle füreinander entwickeln.
Dem Mega-Hit eilt nicht umsonst sein Ruf als besonders heiße Serie voraus. Sie enthält viele explizite Sexszenen zwischen Shane und Ilya. Kein Wunder, schließlich spart auch die Buchvorlage nicht an detailliert beschriebenem Sex. Doch zwischen all dem Spice - wie man auf BookTok sagen würde - erzählt "Heated Rivalry" eine mitreißende und berührende Liebesgeschichte.
Ein Serien-Phänomen, das Grenzen sprengt
Besonders macht die Serie auch, dass sich Tausende Menschen auf der ganzen Welt durch sie gesehen fühlen. Shane-Darsteller Hudson Williams berichtete von zahlreichen Nachrichten homosexueller Sportler, die sich bislang nicht geoutet haben. Im Gespräch mit Andy Cohen in dessen Radiosendung erzählte er, dass sich nicht nur Eishockeyspieler bei ihm gemeldet hätten, sondern auch Profis aus Football und Basketball.
Auch viele Menschen im Autismus-Spektrum können sich mit Williams' Shane identifizieren und fühlen sich gesehen. In einer Fragerunde auf Reddit bestätigte Autorin Rachel Reid, die selbst Mutter eines neurodivergenten Kinds ist, dass Shane "wahrscheinlich autistisch ist".
Connor Storries Figur Ilya Rozanov ist indes in Russland eine Art Ikone geworden. Darüber schreibt der russische Journalist Mikhail Zygar in einem Artikel für "Vanity Fair". Darin zieht er auch Parallelen zwischen sich und dem russischen Eishockeyspieler aus der Serie. "Ich weiß, dass Tausende schwule Männer in Russland 'Heated Rivalry' gesehen haben - natürlich auf Piratenseiten, da sie sonst keine legale Möglichkeit haben. Die russischen Behörden würden die Serie zweifellos als LGBTQ+-Propaganda verbieten", schreibt er.
Fan-Events und Bücher heizen "Heated Rivalry"-Fieber weiter an
In Deutschland steigt das "Heated Rivalry"-Fieber seit Wochen an. Zum ersehnten Release auf HBO Max finden bundesweit zahlreiche Fan-Events statt. Buchhandlungen veranstalten Fan-Treffen und unter "Hudcon - The Heated Rivalry Night" wird bis zum Staffelfinale Mitte März in mehreren Städten die Liebesgeschichte zwischen Shane und Ilya gefeiert.
Der Erfolg kam offenbar selbst für die Buchbranche überraschend. "Heated Rivlary" ist bislang der einzige Band der "Game Changers"-Reihe, der auf Deutsch erhältlich ist - obwohl es sich bereits um den zweiten Teil handelt. Band 1 "Game Changer" erzählt die Geschichte von Scott und Kip, die in der Serie ebenfalls Platz in einer Nebenhandlung findet. Für April ist nun die deutsche Ausgabe dieses Auftaktbands angekündigt, ebenso wie "The Long Game", in dem die Geschichte von Shane und Ilya fortgeführt wird. Die weiteren Bände mit anderen Protagonisten sollen folgen.
Auch bei der Serie wird es weitergehen. Die zweite Staffel ist längst bestätigt. Nachdem Rachel Reid mit "Unrivaled" ein weiteres Buch über Shane und Ilya angekündigt hat, scheint auch eine dritte Staffel mehr als wahrscheinlich. Fans müssen sich jedoch gedulden. Staffel zwei wird voraussichtlich nicht vor 2027 erscheinen. Im Netz werden aber bereits Mutmaßungen laut, ob es nicht noch eine Bonusepisode vor dem Release der zweiten Staffel geben wird, wie unter anderem "Deadline" berichtet. Offiziell bestätigt ist das aber nicht.
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