"Grey's Anatomy" zollt Corona-Opfern Tribut

Die 17. Staffel "Grey's Anatomy" handelt von der Corona-Pandemie. Mit einem stillen Akt des Gedenkens wurde nun realer Covid-19-Opfer gedacht.
| (cos/spot)
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Chandra Wilson spielt Ärztin Miranda Bailey in "Greys's Anatomy".
imago images / Cinema Publishers Collection Chandra Wilson spielt Ärztin Miranda Bailey in "Greys's Anatomy".

Die fünfte Episode der 17. Staffel "Grey's Anatomy" hat mit einem bewegenden Abschied geendet. Das US-amerikanische Fernsehnetzwerk ABC zeigte die Folge am 10. Dezember 2020. Ärztin Miranda Bailey, gespielt von Chandra Wilson (51), begleitet darin ihre Mutter in ihren letzten Stunden, ehe diese den Kampf gegen das Coronavirus verliert. Die Pandemie ist für die Macher der Serie ein wichtiges Thema.

Bailey macht in der Folge von Donnerstag deutlich: Menschen, die im Sterben liegen, seien "nicht gesichtslos, nicht namenlos". Aus dem Off ist die Stimme der Schauspielerin zu hören, wie sie mehrere Namen nennt: "Sie sind Söhne, Brüder und Onkel, die fünf Sprachen sprechen und Restaurants führen: Wade Klein, 66. Sie sind Urgroßväter, die den Broadway lieben: Jacob Lappin, 92. Sie sind Baseball liebende Krankenschwestern mit einem unbeschwerten Lachen: Dane Wilson, 45. Sie sind die besten Mütter der Welt und die meistgeliebten Ehefrauen: Elena Rose Bailey, 84." Anschließend flackern mehrere hundert Namen über den Bildschirm. Namen von Personen, die dem Coronavirus im realen Leben zum Opfer gefallen sind.

Geschichten aus dem eigenen Leben

Die Idee zu dem stillen Akt des Gedenkens stammt von Autorin Zoanne Clack (52), die für die Episode verantwortlich zeichnet. Das US-Magazin "People" zitiert aus ihrer Erklärung: "Als meine Mutter an Covid-19 erkrankte und fast daran starb, war ich so wütend, dass sie als eine der namenlosen, gesichtslosen Opfer dieser Krankheit in die Geschichte eingehen könnte." Dabei sei Clacks Mutter, eine Frau mit "einem ansteckenden Lachen", viel mehr als das. Als Lehrerin habe sie "viele erfolgreiche Leben beeinflusst", sagt die Autorin. "Das war die Geschichte, an die sich die Menschen erinnern sollten. Nicht, dass sie ein Opfer einer Pandemie war."

Clacks Mutter überlebte ihre Covid-19-Erkrankung. "Sie muss also nicht eine unter vielen sein", erklärt die 52-Jähirge weiter. "Aber es gibt so viele, die zu den etlichen gehören und die es verdienen, mehr zu sein als Zahlen oder Statistiken."

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