"Geschmacklos": Shitstorm gegen TV Movie

Mit einem Post aus Facebook und Twitter hat die TV-Zeitschrift "TV Movie" die Internetnutzer gegen sich aufgebracht. Im Mittelpunkt: Die Krebserkrankung von Roger Willemsen.
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Mit diesem Post brachte die TV-Zeitschrift TVMovie die Internetgemeinde gegen sich auf.
dpa, az-screenshot Mit diesem Post brachte die TV-Zeitschrift TVMovie die Internetgemeinde gegen sich auf.

Mit einem geschmacklosen Post auf Facebook hat die TV-Zeitschrift "TV Movie" die Internetnutzer auf Facebook und Twitter gegen sich aufgebracht. Im Mittelpunkt: Die Krebserkrankung von Moderator Roger Willemsen.

München - Anteilnahme und Trauer sind starke Emotionen, die für viel Aufmerksamkeit und Interaktion bei den Lesern sorgen. Diesen Gedanken hatte man scheinbar auch beim Social-Media-Team der TV-Zeitschrift "TV Movie". Bei dem Versuch, aus der Shitstorm auf Twitter und Facebook

 

Auf Facebook postete die Zeitschrift ein Bild mit Willemsen und anderen TV-Moderatoren. Dazu kam noch der Text "+++ GERADE VERMELDET +++ Einer dieser TV-Moderatoren muss sich wegen KREBSERKRANKUNG zurückziehen. Wir wünschen, dass es ihm bald wieder gut geht".

Bei den Usern kam der Post nicht sonderlich gut an. "Geschmacklos" oder "Ziemlich doofe Aktion" gehörten dabei noch zu den harmlosesten Reaktionen auf Twitter und Facebook. Sehen Sie hier einige Kommentare von Internetusern:

 

TV Movie entschuldigt sich

 

Und bei TV Movie? Dort reagierte man bei Facebook wenige Stunden nach dem Post. Dieser wurde gelöscht, zudem wurde die Kommentarfunktion im sozialen Netzwerk eingestellt. Gegen 21 Uhr folgte zudem eine Entschuldigung auf Facebook. "Liebe Facebook-Gemeinde, wir möchten uns für die Posting-Art des vorausgegangenen Beitrags zur Krebserkrankung von Roger Willemsen ausdrücklich entschuldigen. Eure Kritik ist gerechtfertigt und wir geloben Besserung." heißt es dort.

 

Clickbaiting a la heftig.co

 

Was ist dieses sogenannte "Clickbaiting"? Dabei werden Posts, welche zum Beispiel mit verschiedenen Fotos bebildert sind mit möglichst reißerischen Titeln versehen und auf Facebook gepostet. Beispiele dafür wären: „Mit ihrer Taschenlampe leuchteten sie in eine dunkle Ecke. Dann entdeckten sie etwas Unglaubliches“, „Bricht dieser SKANDAL der beliebten Serie das Genick“ oder „BÄM, Baby! Sie wird im NÄCHSTEN TEIL des ACTION-SPEKTAKELS neben TOM CRUISE spielen“.

Genaueres erfährt man erst nach einem Klick auf die Website. Es ist ein Versuch die Reichweite des Webauftritts zu erhöhen. Ein bekanntes Beispiel für diese Methode erlebte man in der Vergangenheit immer wieder bei der Plattform "heftig.co".

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