EU genehmigt Übernahme: RTL kauft Sky für 150 Millionen Euro

Die EU-Kommission hat grünes Licht für eine Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL-Gruppe gegeben. Der Erwerb für 150 Millionen Euro soll zum 1. Juni vollständig abgeschlossen sein.
von  (wue/spot)
RTL Deutschland erwirbt Sky Deutschland für 150 Millionen Euro.
RTL Deutschland erwirbt Sky Deutschland für 150 Millionen Euro. © imago/Fotostand / imago/CHROMORANGE / Elke Münzel

Mega-Deal in den deutschen Medien: Die Europäische Kommission hat eine geplante Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL Group ohne Auflagen freigegeben. Das hat die Kommission am 22. April mitgeteilt. Nach einer Prüfung sei man "zu dem Schluss gelangt, dass der Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Europäischen Wirtschaftsraum aufwirft", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Der Zusammenschluss erlaubt es zwei gut etablierten europäischen Medienhäusern, ihre Marktstellung zu festigen, während sich die gesamte Branche im Wandel befindet und sie mit steigendem Druck durch globale Streaming-Plattformen konfrontiert sind", wird Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin für einen sauberen, fairen und wettbewerbsfähigen Wandel, zitiert.

RTL übernimmt Sky für 150 Millionen Euro

RTL begrüßt unterdessen in einer eigenen Mitteilung die Genehmigung. Die RTL Group und die Sky Group/Comcast würden jetzt die Transaktion finalisieren. Der Abschluss werde zum 1. Juni 2026 erwartet. Die RTL-Gruppe werde "150 Millionen Euro in bar an Comcast, die Muttergesellschaft von Sky, zahlen, vorbehaltlich etwaiger Anpassungen". Der Hauptsitz von RTL Deutschland wird in Köln bleiben, der von Sky Deutschland in München.

Erstmals war im Juni 2025 bekannt geworden, dass Sky Deutschland von RTL übernommen werden soll. Damals wurde mitgeteilt, dass eine "verbindliche Vereinbarung für den Erwerb" unterzeichnet worden sei.

Die Streaming-Marke Wow gehört ebenso zum Deal. RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter soll das zusammengeführte Unternehmen künftig leiten. "Unser Ziel ist es, dem Publikum über alle Kanäle hinweg ein innovatives und überzeugendes lokales Angebot zu bieten - von unabhängigen Nachrichten über Premium-Unterhaltung bis hin zu Live-Sport", wird Schmitter zitiert. Man wolle laut Mitteilung den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz ein "breiteres und attraktiveres deutschsprachiges Portfolio an Inhalten bieten".

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