ESC-Finale in Wien: Schweden siegt - Nullnummer für Deutschland

Das war nix: Sängerin Ann Sophie ging beim 60. Eurovision Song Contest in Wien mit Null Punkten baden. Sieger wurde Maans Zelmerlöw aus Schweden gefolgt von Polina Gagarina aus Russland.
| dpa/az
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Mit ihrem Song "A Million Voices" landete Polina Gagarina aus Russland beim ESC auf dem zweiten Platz.
dpa Mit ihrem Song "A Million Voices" landete Polina Gagarina aus Russland beim ESC auf dem zweiten Platz.

Das war nix: Sängerin Ann Sophie ging beim 60. Eurovision Song Contest in Wien mit Null Punkten baden. Sieger wurde Måns Zelmerlöw aus Schweden gefolgt von Polina Gagarina aus Russland.

Wien - Schweden hat den Eurovision Song Contest 2015 in Wien gewonnen. Måns Zelmerlöw siegte mit dem Popsong "Heroes". Es ist der sechste ESC-Sieg nach 2012, 1999, 1991, 1984 und 1974. Den zweiten Platz belegte Russland, Italien den dritten.

Deutschland landete mit der Sängerin Ann Sophie ("Black Smoke") und null Punkten ganz hinten, ebenso wie Österreich. Das Frauentrio Elaiza war im vergangenen Jahr mit dem Lied "Is It Right" auf Platz 18 gelandet. Davor war Cascada auf Platz 21 gekommen.

27 Nationen - so viele wie noch nie - hatten im Finale um den Sieg gekämpft, 40 Länder konnten abstimmen.

Die Zuschauer konnten wie immer über den Sieger mit abstimmen, jedoch nicht für die eigene Nation. Ihr Voting wird ergänzt von Juroren. Geschätzte 100 Millionen TV-Zuschauer verfolgten das Finale. Für die ARD kommentierte bereits zum 18. Mal der Musikjournalist Peter Urban.

Höhepunkte der Show in der Wiener Stadthalle waren die umjubelten Auftritte der Sängerin aus Russland mit ihrer bombastischen Hymne, des erst 16 Jahre alten Interpreten aus Israel mit goldfarbenen Sportschuhen, der schwergewichtigen Sängerin aus Serbien ("Beauty Never Lies") und die ESC-Premiere von Australien.

Auch Belgien fiel mit einem modernen Electro-Rap-Song auf, Gewinner Måns Zelmerlöw aus Schweden sang sein Lied mit sensationellen, visuellen Tricks, unter anderem computeranimierten Strichmännchen.

Die glamouröse Gala begann mit einer spektakulären Lichtshow, Dragqueen Conchita Wurst stimmte das Motto-Lied "Building Bridges" (Brücken bauen) an. Die Violinistin Lidia Baich erinnerte mit Tönen von Udo Jürgens’ "Merci Chérie" an den ersten österreichischen Grand-Prix-Sieg von 1966, was dann in das Siegerlied "Rise Like A Phoenix" von 2014 überging.

In der Halle in Wien mit etwa 10 000 Zuschauern herrschten hohe Sicherheitsvorkehrungen. Neben 400 privaten Sicherheitsleuten waren auch 150 Polizisten in der Halle und davor im Einsatz.

Um die Abstimmungsphase zu überbrücken, gab es eine neunminütige Percussion-Einlage des Weltklasse-Musikers Martin Grubinger - eine wilde Reise durch die Geschichte der Musik, von Klassik über Volksmusik bis Hip-Hop. Insgesamt standen dabei 40 Musiker auf der Bühne und teils im Saal verteilt.

Deutschland hat bislang erst zweimal den ESC gewonnen: 2010 siegte Lena mit "Satellite" und 1982 Nicole mit dem Lied "Ein bißchen Frieden".

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