Erin Moriarty hatte bei "The Boys"-Dreh "jeden Tag zu kämpfen"

Während der Dreharbeiten zur finalen Staffel von "The Boys" litt Erin Moriarty an der Autoimmunerkrankung Morbus Basedow. Die Schauspielerin spricht jetzt offen über die schwere Zeit am Set und verrät, warum sie sich das Staffelfinale nicht anschauen wird.
(lau/spot) |
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Erin Moriarty, hier bei einem Event in diesem Jahr, hat über eine schwere Zeit in ihrem Leben gesprochen.
Erin Moriarty, hier bei einem Event in diesem Jahr, hat über eine schwere Zeit in ihrem Leben gesprochen. © imago images/Avalon.red / Stefano Costantino TTL

Derzeit ist auf Amazons Streamingdienst Prime Video die finale Staffel der Superhelden-Satire "The Boys" zu sehen. Erin Moriarty (31), eine der Hauptdarstellerinnen der preisgekrönten Serie, enthüllt jetzt, wie sehr sie während der Produktion der letzten Episoden von "The Boys" zu kämpfen hatte. Grund war die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, auch bekannt als Graves-Krankheit, an der Moriarty leidet.

"The Boys"-Star hatte jeden Tag zu kämpfen

Ihre Erkrankung hatte die Darstellerin der rebellischen, gutherzigen "The Boys"-Superheldin Starlight schon im vergangenen Jahr auf Instagram öffentlich gemacht. Im Mai 2025 sei die Graves-Krankheit bei ihr diagnostiziert worden, schrieb Moriarty damals. Während der Dreharbeiten zur finalen "The Boys"-Season habe sie das über Monate massiv an ihre Grenzen gebracht, verriet sie nun im Interview mit dem US-Branchenmagazin "The Hollywood Reporter".

"Ich war jeden Tag am Set und habe wirklich, wirklich, wirklich damit gekämpft, das alles durchzustehen", erzählte sie in dem Gespräch. Die Diagnose habe sie sechs Monate nach Drehstart erhalten. Zuvor habe sie sich ihre Symptome lange durch Stress oder Erschöpfung erklärt, hatte sie schon im vergangenen Jahr auf Instagram ausgeführt.

Autoimmunerkrankung schränkte Performance ein

"Es führte dazu, dass ich in dieser letzten Staffel nicht so präsent für Annie war, wie ich es mir erhofft hatte - und das war extrem schmerzhaft für mich", sagte Moriarty jetzt noch gegenüber dem "Hollywood Reporter" mit Bezug auf die von ihr gespielte Annie January alias Starlight. "Es war, als wäre ich die ersten sechs oder sieben Folgen offline gewesen, und dann kam ich wieder online. Ganz präsent habe ich mich erst ganz am Ende der fünften Staffel gefühlt."

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die unter anderem zu Schlaflosigkeit, Haarausfall, Angstzuständen sowie einem beschleunigten Herzschlag führen kann, heißt es auf einer Webseite der US-amerikanischen Cleveland Clinic.

Diagnose schon 2025 öffentlich gemacht

Öffentlich gemacht hatte die Schauspielerin ihre Erkrankung erstmals im Juni 2025 via Instagram. Dort schrieb sie: "Vor einem Monat wurde bei mir Morbus Basedow diagnostiziert. Innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Behandlung spürte ich, wie das Licht zurückkam. Seitdem wird es stetig stärker." Sie appellierte an ihre Followerinnen und Follower, frühe Warnzeichen ernst zu nehmen: "Wenn euer Licht schwächer wird, auch nur ein bisschen, lasst euch untersuchen. Schluckt es nicht einfach runter."

Dass sie die Symptome selbst so lange ignoriert habe, obwohl sie aus einer Familie von Ärztinnen und Ärzten stamme, wurmt Moriarty sichtlich. "Mir ist es wichtig, über Autoimmunerkrankungen zu sprechen. Mir ging es schon richtig schlecht, und trotzdem kam niemand auf die Idee zu sagen: Lass mal deine Werte checken", erklärte sie dem "Hollywood Reporter".

Die Dreharbeiten habe sie nur dank eines "wirklich unterstützenden Teams und Casts" durchgestanden, sagt die Schauspielerin - auch wenn die Erfahrung zeitweise "wirklich beängstigend" gewesen sei. Für ihre eigene Gesundheit plant Moriarty daher derzeit nicht, die finale Staffel von "The Boys" anzuschauen, obwohl sie "diese Serie so sehr liebe".

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