Endet die Late-Night-Show von Jimmy Kimmel? Das sagt der Sender dazu
Der US-Sender ABC dementiert einen Bericht, wonach die laufende Staffel von "Jimmy Kimmel Live!" die letzte sein soll. Ein Sprecher von ABC Entertainment erklärte gegenüber "USA Today", diese Information sei nicht korrekt. Sämtliche Berichte über die Zukunft der Sendung seien derzeit "reine Spekulation".
Ausgelöst hatte die Debatte eine Meldung von "Page Six" vom 8. September. Das US-Portal berichtete, die aktuelle Staffel werde die letzte der Show sein. Jimmy Kimmel (58) hatte seinen Vertrag zuvor bis Mai 2027 verlängert, wie "USA Today" schreibt. Bemerkenswert ist das Timing: Der Bericht erschien nur wenige Stunden, bevor die Sendung mit ihrer 24. Staffel zurückkehrte. In der Premiere waren Andrew Garfield (43) und Joey King (27) zu Gast.
Zurück aus der Sommerpause
Von Mitte Juni bis Anfang September hatte Kimmel pausiert. Sein langjähriger Sidekick Guillermo Rodriguez (55) blieb der Show in dieser Zeit treu, Gastmoderatoren führten durch den Abend. Auf dem Stuhl des Hausherrn saßen Rosie O'Donnell, Colman Domingo, Jelly Roll, Anthony Anderson, Tiffany Haddish und Ike Barinholtz.
Beruflich läuft es für den 58-Jährigen ohnehin nicht schlecht: "Jimmy Kimmel Live" ging mit sechs Nominierungen in die Emmy-Verleihung, die am 14. September ausgestrahlt wird. Seine erste Ausgabe moderierte er am 26. Januar 2003. Bekannt wurde die Show weit über die USA hinaus durch die Straßeninterviews auf dem Hollywood Boulevard und die jahrelang inszenierte Scheinfehde mit Matt Damon (55).
Der Dauerstreit mit Donald Trump
Prägend für Kimmels Karriere sind vor allem seine Auseinandersetzungen mit Donald Trump (80). Der US-Präsident hat mehrfach gefordert, den Moderator aus dem Programm zu nehmen. Die Show machte aus dieser Feindschaft sogar einen Teil ihrer Emmy-Kampagne und veröffentlichte einen Zusammenschnitt der Beleidigungen, die Trump gegen Kimmel gerichtet hatte.
Warum die Show 2025 temporär abgesetzt wurde
Die bislang größte Krise erlebte die Sendung im September 2025. Das zu Disney gehörende ABC stoppte die Produktion, nachdem FCC-Chef Brendan Carr Kimmels Monolog vom 15. September scharf kritisiert hatte. Darin hatte sich der Moderator mit den Reaktionen auf die Tötung von Charlie Kirk befasst und dem MAGA-Lager vorgeworfen, es versuche verzweifelt, den Tatverdächtigen als alles andere als einen der Ihren darzustellen.
Fast eine Woche lang blieb die Show aus dem Programm. Am 23. September kehrte Kimmel zurück und betonte in einem sichtlich bewegten Monolog, er habe sich niemals über die Tötung lustig machen wollen. Bei der Peabody-Verleihung im Mai sagte er, das verfassungsmäßige Recht, die eigene Führung zu kritisieren und zu verspotten, nähmen viele als selbstverständlich hin.
Wie es mit "Jimmy Kimmel Live!" nach der 24. Staffel weitergeht, bleibt offen. Fest steht bislang nur, was der Sender selbst sagt.
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