Eklat vor dem Eurovision Song Contest: BBC streicht britischen Act
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien wirft bereits Monate vor dem großen Finale seine Schatten voraus - und die sind düster. Wie die britische "The Sun" berichtet, hat die BBC ihren Kandidaten für den Musikwettbewerb kurzfristig gestrichen. Der Grund: Bei routinemäßigen Hintergrundüberprüfungen stießen die Verantwortlichen auf vergangene Online-Kommentare und Verhaltensweisen, die als "inakzeptabel" eingestuft wurden.
Der Solo-Künstler, dessen Identität bislang nicht öffentlich bekannt war, wurde demnach zu einem Gespräch mit BBC-Führungskräften zitiert. Die Nachricht, die ihn dort erwartete, war vernichtend: Er dürfe Großbritannien nicht mehr beim ESC vertreten. Die offizielle Bekanntgabe des Acts war eigentlich für das Frühjahr geplant gewesen.
Hektische Suche hinter den Kulissen
"Die BBC kann bei Eurovision kein Risiko eingehen, der Wettbewerb steht dieses Jahr unter enormem Druck", zitiert die britische Boulevardzeitung eine Quelle aus dem Umfeld der Produktion. "Die Routine-Checks haben Verhaltensweisen aus der Vergangenheit aufgedeckt, die einfach nicht passten." Der betroffene Künstler sei "am Boden zerstört" gewesen. Seit Jahresbeginn herrsche hinter den Kulissen Chaos bei der Suche nach einem neuen Act.
Laut dem Bericht stehen die problematischen Äußerungen nicht im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt - ein Thema, das den ESC seit zwei Jahren überschattet. Die BBC bestätigte gegenüber der "Daily Mail" lediglich, dass vor jeder Nominierung ein "rigoroser Prüfungsprozess" stattfinde. Den konkreten Vorfall kommentierte der Sender nicht, kündigte aber an, den diesjährigen Act "in Kürze" zu präsentieren.
Eurovision in der Krise
Der Eklat trifft den Wettbewerb in einer ohnehin angespannten Phase. Experten sprechen von der schwersten Krise in der Geschichte des Contests. Irland, Spanien, die Niederlande, Island und Slowenien boykottieren den ESC 2026 wegen der Teilnahme Israels. Weitere Länder erwägen, sich dem Protest anzuschließen. Bei der Generalversammlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) wurden zwar strengere Abstimmungsregeln beschlossen - ein Ausschluss Israels stand jedoch nicht zur Debatte.
"Das ist ein historischer Moment für die EBU", ordnete Eurovision-Experte Dean Vuletic die Situation ein. Man werde "den größten politischen Boykott erleben, den Eurovision je gesehen" habe. Das Popmusik-Spektakel, das jährlich mehr als 100 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockt, kämpft seit dem Gaza-Krieg mit Protesten und politischen Spannungen.
Erinnerungen an das Vorjahres-Drama
Bereits beim ESC 2025 sorgte ein kurzfristiger Rückzug für Aufsehen. Der ruandisch-britische Schauspieler Ncuti Gatwa (33), der die britischen Jury-Punkte verkünden sollte, sagte seine Teilnahme wegen "unvorhergesehener Umstände" ab - nur Minuten, nachdem Israel den Einzug ins Finale gesichert hatte. Der "Doctor Who"-Star hatte sich zuvor öffentlich für Palästina ausgesprochen. Sängerin Sophie Ellis-Bextor (46) sprang kurzfristig als Ersatz ein.
Wer die britischen Farben in Wien musikalisch vertreten wird, bleibt vorerst offen.
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