Dschungelcamp: RTL räumt Fehler im Umgang mit Gil Ofarims Aussagen ein

Gil Ofarim sorgte im Dschungelcamp mit seinen Aussagen zum Davidstern-Skandal für Aufsehen. Der RTL-Deutschland-Chef räumte jetzt ein, dass diese nicht immer ausreichend eingeordnet wurden.
(paf/spot) |
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Dschungelcamp-Sieger Gil Ofarim nach seiner Rückkehr nach Deutschland.
Dschungelcamp-Sieger Gil Ofarim nach seiner Rückkehr nach Deutschland. © imago/STAR-MEDIA

Einige Wochen nach dem Dschungelcamp-Sieg von Gil Ofarim (43) hat RTL eingeräumt, mit seinen Aussagen nicht angemessen umgegangen zu sein. "Natürlich haben wir das intern reflektiert", sagte Stephan Schmitter, Chef von RTL Deutschland, im Interview mit "DWDL".

Das Team des Fernsehsenders in Australien habe das Thema an vielen Stellen angemessen behandelt. In "ein, zwei Sendungen, in denen es zugespitzte Behauptungen gab", hätte man jedoch, wie in der Sendung oft üblich, die Teilnehmer erzählen und die Zuschauer sich ihr eigenes Bild machen lassen. Genau das war zuvor kritisiert worden. Schmitter erklärte jetzt: "Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in der 'Stunde danach'." Die Redaktion hätte etwa einen einordnenden Text einblenden sollen.

Kritik an Gil Ofarims Aussagen im Dschungelcamp

Gil Ofarim wurde im Februar zum Dschungelkönig gekrönt. Der Sieg des Musikers war wegen seiner Äußerungen zu seinem Davidstern-Skandal umstritten. Zum Hintergrund: 2021 hatte er einem Leipziger Hotelmitarbeiter Antisemitismus vorgeworfen. Der Mitarbeiter hätte ihn aufgefordert, seine Davidstern-Kette abzulegen, so Ofarims Behauptung. 2023 gestand er vor Gericht, den Vorfall erfunden zu haben.

In der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" erklärte Ofarim zunächst, er dürfe wegen einer angeblichen Verschwiegenheitserklärung nicht über den Skandal sprechen. Aus einer Pressemitteilung des Anwalts des Leipziger Hotelmitarbeiters ging jedoch hervor, dass er lediglich die damaligen Vorwürfe nicht erneut wiederholen dürfe. Später äußerte Ofarim in der Sendung Zweifel an Beweisen. Der betroffene Hotelmitarbeiter kritisierte in einem Interview mit der "Zeit", dass Ofarim sich als Opfer darstelle.

In der RTL-Sendung "Punkt 12" entschuldigte sich Ofarim anschließend öffentlich: "Ich kann mich nur wiederholen: Alles, was da passierte, und im Nachgang alles: Es tut mir leid!"

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