Dschungelcamp: Diese Kandidaten sind in der Versenkung verschwunden

Das Dschungelcamp sorgt Jahr für Jahr für riesige Aufmerksamkeit und kann auch ruhigeren Karrieren noch einmal einen ordentlichen Schub geben. Ab dem 23. Januar stellen sich deshalb wieder zwölf Promis der Herausforderung, um möglichst viel Sendezeit abzugreifen. Aber nicht immer klappt es nach dem Dschungel mit dem großen Erfolg - manche Kandidaten sind sogar völlig in der Versenkung verschwunden.
Susan Stahnke
Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin Susan Stahnke (58) wagte sich 2004 in der allerersten Staffel ins Dschungelcamp. Zu diesem Zeitpunkt lag ihre Karriere bei der ARD bereits hinter ihr - nach einem Fotoshooting war ihre Seriosität angezweifelt worden und Stahnke verließ den Sender 1999. Im Camp geriet sie vor allem durch einen Konflikt mit Caroline Beil in die Schlagzeilen. Danach wurde es still um Stahnke. Von 2007 bis 2023 moderierte sie noch bei Regionalsendern in Hamburg und Berlin. Einen offiziellen Online-Auftritt findet man von ihr nicht.
Lorielle London
Als erste Trans-Kandidatin sorgte die ehemalige "DSDS"-Teilnehmerin Lorielle London (42) 2009 im Dschungelcamp für Aufsehen und erreichte sogar den zweiten Platz. Nach weiteren TV-Formaten wie "Promi Shopping Queen" und Einsätzen als Reporterin zog sich die Entertainerin 2014 quasi über Nacht aus der Öffentlichkeit zurück. In den sozialen Netzwerken hat sie sich seit Jahren nicht mehr gezeigt.
Marlene "Jazzy" Tackenberg
Marlene "Jazzy" Tackenberg (50), ehemalige Sängerin der 90er-Jahre-Hitband Tic Tac Toe, zog 2012 ins Dschungelcamp. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits schwere Jahre hinter sich: Nach dem endgültigen Band-Aus 2007 war sie in ein tiefes Loch gefallen. Nach dem Dschungel brachte sie noch eine Solosingle heraus und siegte beim Promiboxen gegen Georgina Fleur. Ihr letzter TV-Auftritt war dann 2015 in einer Folge von "Goodbye Deutschland", in der die Auswanderung mit ihrem Partner und der gemeinsamen Tochter nach Cannes dokumentiert wurde.
Ramona Leiß
Auch die frühere "ZDF-Fernsehgarten"-Moderatorin Ramona Leiß (68) versuchte 2012 über das Dschungelcamp ein Comeback. Sie belegte den neunten Platz - und bereute die Teilnahme später zutiefst. Der Auftritt sei durch ihre Darstellung als Zicke "die größte Blödheit meines Lebens" gewesen, erklärte sie 2018 der "Bild"-Zeitung. Deswegen sei sie "in vorgezogene Rente gegangen. Ich möchte fernsehmäßig nichts mehr machen. So unrühmlich muss ich nicht enden." Zu diesem Zeitpunkt lebte sie mit ihrer Frau in Oberbayern und arbeitete als Malerin.
Patrick Nuo
Der Schweizer Sänger Patrick Nuo (43), der Anfang der 2000er mit "5 Days" die Charts stürmte, zog 2013 ins Dschungelcamp und erreichte den fünften Platz. Aufsehen erregte sein Pornosucht-Geständnis. Nach seiner letzten Reality-Teilnahme bei "Der VIP-Bus" Ende 2013 verschwand Nuo aus der Öffentlichkeit. Er lebt seitdem in Kalifornien, vermutlich in der Nähe seiner zwei Kinder aus der 2015 geschiedenen Ehe mit der Amerikanerin Molly Schade. Neue Musik hat er seit über einem Jahrzehnt nicht mehr veröffentlicht. Auf Instagram meldete er sich im Juli 2024 nach zweijähriger Pause kurzzeitig mit einem Spruch von Mutter Teresa zurück, ist seitdem aber wieder verschwunden.
Alexander "Honey" Keen
Bekannt wurde "Honey", alias Alexander Keen (43), 2016 als unsensibler Freund der späteren "GNTM"-Gewinnerin Kim Hnizdo. Das reichte für den Einzug ins Dschungelcamp ein Jahr später, wo er den siebten Platz belegte. Im Sommer 2017 veröffentlichte er den Song "Der Montag", der grandios floppte. Danach wurde es still um Honey. Seit 2019 arbeitet er in einem Frankfurter Fitnessstudio.
Florian Wess
Florian Wess (45) machte sich als "Botox-Boy" zunächst durch diverse Reality-Formate sowie durch die Beziehung mit dem 36 Jahre älteren Helmut Berger einen Namen. 2017 zog er ins Dschungelcamp und schaffte es auf den dritten Platz. Zusammen mit Gina-Lisa Lohfink veröffentlichte er zeitgleich das Album "We Love the 90's". Nach einer Gastrolle in der ZDF-Serie "Heldt" 2018 und einem Kunstprojekt am Flughafen Hannover kündigte der It-Boy 2020 an, sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.
Fräulein Menke
Die NDW-Ikone Franziska "Fräulein" Menke (65), die in den 80ern mit "Tretboot in Seenot" einen Hit landete, saß ebenfalls 2017 im Dschungelcamp. Zuvor hatte die Sängerin bewegte Jahre erlebt: 2014 begab sie sich freiwillig in psychiatrische Behandlung, später kam zwischenzeitlich ein Erbstreit hinzu. Heute hat Menke Deutschland den Rücken gekehrt und lebt im andalusischen Almuñécar an der Costa Tropical. Dort genießt sie das milde Klima in einer kleinen Kommune und hat einen neuen Partner gefunden, wie sie der "Bild"-Zeitung 2023 erzählte.
Sibylle Rauch
Die "Eis am Stiel"-Darstellerin und ehemalige Pornodarstellerin Sibylle Rauch (65) hoffte 2019 auf einen Neustart durch das Dschungelcamp. Sie belegte allerdings nur den elften Platz - und der erhoffte Karriereschub blieb aus. Kurz nach der Sendung erklärte Rauch gegenüber RTL, dass sie sich einen Rückzug aus dem Rotlichtgewerbe finanziell nicht leisten könne und wieder Inserate in Sexmagazinen schalten werde. Seitdem ist es still um sie geworden, ihr letzter Post stammt ebenfalls aus dem Jahr 2019.