Die neue "akte.": Was Claudia von Brauchitsch anders machen will

Die Sat.1-Sendung "akte." wird zum ersten Mal von einer Frau moderiert: Im Interview verrät Claudia von Brauchitsch, was das Publikum vom überarbeiteten Magazin erwarten kann.
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Claudia von Brauchitsch ist das neue Gesicht von "akte."
SAT.1 / Benedikt Müller Claudia von Brauchitsch ist das neue Gesicht von "akte."

Zum ersten Mal in der Geschichte der Sendung wird "akte." von einer Frau moderiert: Claudia von Brauchitsch (44) ist das neue Gesicht des traditionsreichen Sat.1-Magazins, das an diesem Montag (26. August, 22:35 Uhr) mit neuen Folgen startet. Warum die Moderatorin genau die Richtige für den Job ist, ob sich die TV-Zuschauer vom alten "akte."-Format komplett verabschieden müssen und welche Geschichte sie in den neuen Ausgaben besonders berührt hat, verrät von Brauchitsch im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Was bedeutet es Ihnen, dass Sie die erste Frau sind, die "akte." moderieren darf?

Claudia von Brauchitsch: Ich habe mich über das Angebot natürlich sehr gefreut und musste nicht lange überlegen. Die "akte." ist das journalistische Aushängeschild von Sat.1 und eine sehr bekannte Marke, die jetzt neu und modern aufgelegt wird. Hier dabei zu sein, ist toll. Als erste Frau das Magazin zu moderieren, ist schon etwas Besonderes für mich, aber gleichzeitig auch nicht das Wichtigste.

Warum sind Sie die Richtige für den Job?

Claudia von Brauchitsch: Das können andere besser beurteilen. Ich bringe auf jeden Fall journalistische Kompetenz und langjährige TV-Erfahrung mit.

Ulrich Meyer moderierte das Magazin über 20 Jahre. Sind Sie ihm schon persönlich begegnet?

Claudia von Brauchitsch: Ich bin ihm leider noch nie persönlich begegnet, aber ich halte ihn für einen herausragenden Journalisten, Moderator und Produzenten.

Ihrem direkten Vorgänger Claus Strunz wurde tendenziöser oder auch polemischer Meinungsjournalismus vorgeworfen. Was sagen Sie zu der Kritik und für was wollen Sie mit Ihrer Arbeit bei "akte." stehen?

Claudia von Brauchitsch: Die Sendung stand schon immer für Relevanz, Seriosität und aktuelle Themen verbunden mit einem hohen journalistischen Anspruch. Damit kann ich mich zu hundert Prozent identifizieren.

25 Jahre hat das Magazin auf dem Buckel. Was unterscheidet die neuen Ausgaben von den alten?

Claudia von Brauchitsch: Die neue "akte." wird ein journalistisches Mitten-im-Leben-Magazin mit Mut, Emotionen und Haltung. Wir wollen unser Publikum mit frischen Ansätzen und einer weiblicheren Ausrichtung überzeugen. Außerdem gehören Investigativ-Geschichten zur DNA der Sendung und werden auch weiterhin ein Bestandteil der Sendung bleiben. Zu erwarten, dass wir jede Woche einen großen Skandal aufdecken, wäre aber vermessen.

Gibt es in den neuen Folgen eine Geschichte, die Sie besonders berührt hat?

Claudia von Brauchitsch: Wir haben viele, neue Geschichten und Ansätze - besonders berührt bin ich aber von einer ganz neuen Rubrik, die die Redaktion erfunden hat. Es geht um eine junge Frau, die sich ihre Gedanken zu den guten und bösen Seiten des Lebens macht. Dies wird verpackt in einem Poetry Slam - inhaltlich und optisch war das so im Fernsehen bisher nicht zu sehen.

Wie läuft der "akte."-Redaktionsprozess ab und wie sind Sie darin involviert?

Claudia von Brauchitsch: Wir haben eine tägliche Redaktionskonferenz, auf der alle Themen leidenschaftlich diskutiert werden. Die Redaktion besteht aus 20 Kolleginnen und Kollegen. Da können Sie sich vorstellen, dass dort viele kreative Ideen in der Luft liegen. Ich selbst bringe selbstverständlich auch das ein, was mich bewegt, und habe natürlich jeden Film vor der Sendung gesehen.

Sie waren lange Zeit bei Sky Sport News und N24 tätig. Welches Themengebiet macht Ihnen am meisten Spaß?

Claudia von Brauchitsch: Alle Bereiche haben ihren eigenen und speziellen Reiz. Ein Vorteil im Sport ist, dass man nicht von negativen Ereignissen wie Naturkatastrophen oder Amokläufen berichten "muss". Andererseits war auch meine Zeit bei den Nachrichten sehr spannend und lehrreich.

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