"Die Höhle der Löwen" mit Insektenpasta und Toilettenpapierbefeuchter

"Die Höhle der Löwen" ist zurück. In Folge eins von Staffel neun begeistern vor allem eine Insektenpasta und ein Toilettenpapierbefeuchter.
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Georg Kofler ist sofort Feuer und Flamme für den innovativen Toilettenpapierbefeuchter "bideo".
Georg Kofler ist sofort Feuer und Flamme für den innovativen Toilettenpapierbefeuchter "bideo". © TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Die Löwen sind zurück: Gleich zum Start der neunten Staffel bekommen es Judith Williams (49), Carsten Maschmeyer (61), Georg Kofler (63), Ralf Dümmel (54), Dagmar Wöhrl (66), Nils Glagau (45) und Nico Rosberg (35) bei "Die Höhle der Löwen" mit besonders ausgefallenen Geschäftsideen zu tun. Unter anderem mit dabei: proteinreiche Insektenpasta, ein Sportgerät für den Fußballnachwuchs und ein Toilettenpapierbefeuchter.

Insektenmehl als Schlüssel zur nachhaltigen Ernährung

Lara Schuhwerk (28) wünscht sich nicht nur einen Deal, sondern auch eine Bestätigung ihres bisherigen Lebensweges. Mit "Beneto Foods" verfolgt sie ein ambitioniertes Ziel: die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit nachhaltigen Lebensmitteln. Ihre Idee: Produkte mit Insektenmehl. Grillen enthalten "50 Prozent mehr Protein als Hühner- oder Rinderfleisch, 15 Prozent mehr Eisen als Spinat und genauso viel Vitamin B12 wie Fisch", erklärt sie. "Außerdem erzeugen sie 100 Mal weniger CO2-Emissionen und verbrauchen 2.000 Mal weniger Wasser als Rinder, um die doppelte Menge an Protein zu erzeugen."

Schuhwerk, die aktuell nur Pasta produziert, bittet die Investoren um 80.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile, um ihren Traum einer nachhaltigen proteinreichen Ernährungsweise fortsetzen zu können - und um ihre Angebotspalette beispielsweise um Brot und Proteinshakes zu erweitern. Green-Tech-Investor Nico Rosberg, der sich selbst "fast vegan" ernährt, ist nach dem Produkt-Tasting sofort begeistert von der Idee. Georg Kofler überzeugt der Geschmack der etwas "bröseligen" Pasta allerdings nicht, was Ralf Dümmel auf seine italienische Herkunft zurückführt.

Stutzig macht alle Investoren der momentane Pastapreis von mehr als acht Euro pro Packung. Aber: "Mit deiner Leidenschaft kann das nur was werden", lobt Rosberg und macht der 28-Jährigen direkt das Angebot, zu ihren Konditionen in ihr Start-up zu investieren. Er ist jedoch nicht der Einzige, der schnell bei "Beneto Foods" den Fuß in die Tür bekommen will. Auch Ralf Dümmel wirft seinen Hut in den Ring. Nachdem der Ex-Formel-1-Weltmeister sein Angebot jedoch für die ersten 18 Monate um 7,5 Prozent herunterschraubt, muss sich Dümmel seinem Konkurrenten geschlagen geben.

Maler- und Lackierermeister investiert 100.000 gesparte Euro in seinen "Compasstrainer"

Maler- und Lackierermeister Devran Sezek (41) will mit seinem "Compasstrainer" Kindern "spielend leicht das Einmaleins des Fußballspielens" beibringen. Mit dem Sportprodukt trainieren die Nachwuchstalente die Schusstechniken Vollspann, Innenspann, Außenspann und Innenseite unter anderem mithilfe von verschiedenen Farbstickern. Die Löwen - allen voran Ralf Dümmel - überzeugen sich sofort selbst von der Funktionsweise des Produktes, sehen sein Potenzial allerdings überwiegend im Business-to-Business-Bereich. Ein Grund, warum Dümmel und Georg Kofler Sezek sofort eine Absage erteilen.

Die erhofften 150.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile wollen auch Dagmar Wöhrl und Judith Williams dem 41-jährigen vierfachen Familienvater nicht anbieten, der bereits 100.000 Euro aus seinem Privatvermögen in die Idee investiert hat. Mehr Glück hat er bei Orthomol-Geschäftsführer Nils Glagau. Der 45-Jährige macht Sezek ein Angebot, will allerdings weitere zehn Prozent vom Gewinn abschöpfen. "Auf jeden Fall, ja", freut sich der Gründer trotzdem über den Deal mit seinem neuen Geschäftspartner.

Hohe Eigenbewertung verhindert den "GetSteps"-Deal

Aus der Hauptstadt Berlin reisen Vincent Hoursch (26) und Annik Wolf (29) ins Studio von "Die Höhle der Löwen" nach Köln. Die beiden stellen mit ihrem Start-up "GetSteps" maßgefertigte, orthopädische Einlagen her. Nichts Neues, könnte man denken. Das Duo erklärt allerdings, wo das Problem liegt: in der langwierigen Beschaffung - vom Rezept des Orthopäden über den Termin beim Sanitätshaus bis zum Abholen der Einlagen. Diesen Weg kürzt "GetSteps" über einen Online-Shop unter anderem mithilfe von Fußabdrucksets zur Eigenanwendung ab und bietet dabei drei Versionen seines Endprodukts.

Die Investoren fühlen sich von der hoch gegriffenen Eigenbewertung des Unternehmens von fünf Millionen Euro und einer Umsatzerwartung von 50 bis 100 Millionen Euro in 2022 abgeschreckt. Drei von vier Löwen erteilen Hoursch und Wolf deshalb sofort eine Absage. Trotzdem erhoffen sich die Berliner insbesondere von Carsten Maschmeyer ein vielversprechendes Angebot. 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile will aber auch der 61-jährige Finanzunternehmer nicht investieren. Annik Wolf bleibt nichtsdestotrotz versöhnlich: "Wir werden trotzdem von der Erfahrung zehren."

Drei Löwen wollen "bideo", das "Repaq"-Trio geht dagegen ohne Deal nach Hause

Eine weitere vielversprechende Produktidee präsentiert Thorsten Homma (46). Mit seinem Toilettenpapierbefeuchter "bideo" will er den Gang aufs "stille Örtchen" angenehmer machen und gleichzeitig Verstopfungen in Abflussrohren verhindern. Sein gewünschtes Angebot von 100.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile bekommt er sofort von Georg Kofler, aber auch Ralf Dümmel und Nils Glagau zeigen großes Interesse. Den Zuschlag bekommt am Ende Dümmel, der vor Aufregung fast einen Freudensprung macht.

Zu guter Letzt stellt ein Trio bestehend aus Katja (48), ihrem Mann Sven (51) und deren Trauzeuge Hannes (49) "Repaq" vor. Die drei Gründer, die sich noch aus Studienzeiten kennen, wollen Plastikverpackungen komplett verschwinden lassen. Dass sie eins der großen globalen Umweltprobleme zukünftig lösen könnten, glauben alle Löwen. 600.000 Euro investieren wollen allerdings nur Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl - im Doppelpack und für 25,1 statt zehn Prozent der Firmenanteile. Das Gegenangebot der drei Berliner (eine Million Euro für 20 Prozent) schlagen sie am Ende allerdings aus.

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