"Der Alte": Stephanie Stumph drehte "bis zum achten Monat"

Elf Jahre ist Stephanie Stumph schon Teil des "Der Alte"-Teams - und die Dreharbeiten zur neuen Staffel haben sie ganz besonders gefordert: Die Schauspielerin stand bis zum achten Monat ihrer Schwangerschaft vor der Kamera.
(ili/spot) |
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Die damals schwangere Stephanie Stumph mit ihrem Schauspielkollegen Thomas Heinze in "Der Alte".
Die damals schwangere Stephanie Stumph mit ihrem Schauspielkollegen Thomas Heinze in "Der Alte". © ZDF/Erika Hauri

"Der Alte" startet mit acht neuen Folgen in seine 50. Staffel. 2027 wird dann auch offiziell das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Ein halbes Jahrhundert Krimigeschichte - mit ganz persönlichen Erinnerungen, wie Stephanie Stumph (41) im Interview mit spot on news verrät. Die Schauspielerin gehört seit elf Jahren als Annabell Lorenz zum Ermittlerteam.

Dass sie der Reihe so lange treu bleiben würde, hatte sie nicht erwartet. "Ich bin damals zum 40. Jubiläum eingestiegen und die Zeit ist unglaublich schnell vergangen. Dass es einmal elf Jahre werden würden, hätte ich am Anfang nicht gedacht." An einen Abschied denkt sie nicht: "Wir drehen ja bereits weiter."

Schwangerschaft am Set: Bauch kaschieren inklusive

Besonders in Erinnerung geblieben sind ihr die Dreharbeiten zu der am Karfreitag (3. April) anlaufenden Staffel auch aus einem sehr persönlichen Grund. "Das Besondere war für mich, dass ich während der Dreharbeiten schwanger war. Ich habe bis zum achten Monat gedreht und wir mussten die ganze Zeit versuchen, meinen Bauch gut zu kaschieren." Hinzu komme das enge Verhältnis innerhalb des Teams. "Wir sind sehr familiär und freuen uns nach Drehpausen immer sehr, wenn wir uns wiedersehen."

Die Serie entsteht in München, was für Stumph auch privat ein Vorteil ist. "Das ist für mich ein riesiges Geschenk. Es erleichtert wahnsinnig viel, wenn man in derselben Stadt arbeiten kann, in der auch die Familie ist." Die gebürtige Dresdnerin ist mittlerweile zweifache Mutter, im Juni 2022 kam ihr erster Sohn zur Welt. Ihr jüngerer Sohn, der im September 2025 geboren wurde, begleitet sie inzwischen zu den Dreharbeiten für die nächste Staffel. Vater beider Kinder ist ihr Partner, ein Münchner Oberarzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, den sie 2020 nach einem Set-Unfall kennenlernte.

"Ich mag Ostern total gern, fast lieber als Weihnachten"

Passend zum Staffelstart rund um Ostern verrät Stumph auch, dass sie mit dieser Zeit des Jahres besonders viel verbindet. "Ich mag Ostern total gern, fast lieber als Weihnachten. Für mich fühlt sich diese Zeit oft wie der eigentliche Jahresbeginn an. Alles blüht, alles riecht anders, es ist ein Neubeginn." Mit Kindern gehören auch die klassischen Rituale wie "Ostereiersuchen und Eierbemalen" dazu.

Eine feste Dresdner Tradition gebe es zwar nicht, doch ein Ausflug nach Sachsen ist für sie mit schönen Erinnerungen verbunden: "Vergangenes Jahr waren wir zum Eiersuchen im Schloss Wackerbarth bei Radebeul. Das war sehr schön gemacht. Vielleicht schaffen wir das dieses Jahr wieder", so Stumph.

Themen mitten aus der Gesellschaft

Die acht neuen "Der Alte"-Folgen greifen sehr unterschiedliche Themen auf. In "Die Wahrheit im Dunkeln" geht es um einen True-Crime-Podcast, in "Absolute Wahrheit" um Deepfakes und KI. Gerade Letzteres beschäftigt auch Stumph persönlich. Zwar sagt sie: "Ich nutze ChatGPT schon, zum Beispiel für Rezepte oder Erziehungstipps." Einen Ersatz echter Schauspielstars durch künstlich erzeugte Figuren lehnt sie aber klar ab: "Ich möchte ehrlich gesagt keinen Leonardo DiCaprio, Brad Pitt oder Julia Roberts durch irgendein KI-konstruiertes Schauspielwesen ersetzt sehen."

Im Mittelpunkt der Episode "Blaue Stunde" steht das große Thema Pflege. Auch hier spricht Stephanie Stumph aus eigener Erfahrung. "Meine Oma hatte mehrere Schlaganfälle und war lange bettlägerig. Meine Mutter hat sich damals jeden Tag im Pflegeheim um sie gekümmert. Ich habe sehr bewusst erlebt, was das psychisch und körperlich für Angehörige bedeutet." Auch eine gute Freundin von ihr habe ihren Vater über lange Zeit gepflegt, obwohl sie selbst zwei kleine Kinder hatte. "Das ist ein harter Teil des Lebens", sagt sie. Diese Zerrissenheit für die Angehörigen sei enorm: "Kümmere ich mich jetzt um mein Kind oder fahre ich noch zum pflegebedürftigen Elternteil?" Umso wichtiger sei es, "sich ein Netz aufzubauen, Aufgaben abzugeben und nicht völlig Raubbau an sich selbst zu betreiben", so Stumph.

Der ZDF-Klassiker läuft ab 3. April freitags um 20:15 Uhr - in der Mediathek stehen die Episoden bereits bereit.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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