"Das große Promi-Büßen": Dafür müssen sich die Stars verantworten
Am 26. Oktober öffnet das wohl unbequemste Beichtzimmer des Reality-TV wieder seine Türen. Dann startet die fünfte Staffel von "Das große Promi-Büßen" mit zwei kostenlosen Folgen auf Joyn (ab 24. November in Sat.1). Olivia Jones (56) nimmt sich erneut zehn mehr oder weniger reumütige Promis vor und konfrontiert sie in der berüchtigten "Runde der Schande" mit ihrer Vergangenheit.
Schon die Kandidatenliste verspricht reichlich Konfliktpotenzial: Aleks Petrovic, Georgina Fleur, Cosimo Citiolo, Marwin Klute, Raffaela Raab, Sahel, Nadja Großmann, Melissa Hofman, Anna Miltina und Ex-Nationaltorwart Eike Immel stellen sich der Abrechnung. Doch was haben sie eigentlich zu bereuen?
Aleks Petrovic und Marwin Klute: Ärger bei "Temptation Island VIP"
Aleks Petrovic geht mit einem klaren Ziel in die Show: "Ich möchte büßen", kündigt er vor seinem Einzug an. Besonders schlimm wäre es für ihn, noch vor seiner "Runde der Schande" auszuscheiden. Der Sender bezeichnet den Reality-Star sogar als "Red Flag des Jahres".
Genügend Gesprächsstoff dürfte es geben. Petrovic und sein Mitstreiter Marwin Klute fielen bei "Temptation Island VIP" mit frauenfeindlichen Äußerungen und Eifersuchtsszenen auf. Klute selbst hält sich vor dem Einzug mit Reue allerdings zurück. Er möchte den Zuschauern vielmehr zeigen, dass er "eigentlich ganz lustig" sei.
Georgina Fleur will für ihre Ausraster büßen
Georgina Fleur weiß dagegen ziemlich genau, was sie aufarbeiten möchte. Die langjährige Reality-TV-Kandidatin hofft, von den Zuschauern "besser verstanden" zu werden. Büßen wolle sie "für den ein oder anderen Ausraster, der eventuell nicht nötig gewesen wäre". Dass die ehemalige "Bachelor"-Kandidatin Konflikten vor laufender Kamera nicht aus dem Weg geht, hat sie in zahlreichen Formaten bewiesen.
Einen etwas ungewöhnlicheren Grund fürs Büßen liefert Cosimo Citiolo. "Ich büße dafür, dass ich nicht nachdenke und mich immer ausziehe", erklärt der selbst ernannte "Checker vom Neckar". Sein freizügiges Auftreten habe dafür gesorgt, dass er häufig nur als lustiger Unterhaltungskandidat wahrgenommen werde. Das möchte er ändern: "Ich will auch mal ernstgenommen werden."
Eskalationen in anderen TV-Shows
Bei drei weiteren Kandidatinnen dürfte Olivia Jones ebenfalls einiges aufzuarbeiten haben. Sahel musste "Ex on the Beach" nach einem handgreiflichen Übergriff verlassen. Für ihre Zeit beim "Promi-Büßen" hat sie sich vorgenommen, früher Grenzen zu setzen, damit sie gar nicht erst ausraste.
Auch Melissa Hofmans Reality-Vergangenheit bietet Stoff. Bei "Realitystar Academy" wurden Mobbing- und Lästervorwürfe gegen sie laut. Heute zeigt sie sich selbstkritischer: "Ich hätte einfach manchmal meinen Mund halten sollen, wenn mich jemand provoziert hat."
Nadja Großmann sieht ihre Vergangenheit dagegen weniger kritisch. Sie sei durch Streitereien und das Verbreiten von Gerüchten aufgefallen, heißt es. Sie selbst findet jedoch, dass sie eigentlich "für gar keine Taten büßen muss". Sie spreche eben gerne die Wahrheit aus.
Social-Media-Bekanntheiten eckten an
Auch Content Creatorin "Annamiltina" hat bereits für Kritik gesorgt. In einem Video hatte sie die koreanische Sprache als "Geheimsprache" bezeichnet. Der Clip wurde als rassistisch und kulturell unsensibel kritisiert. Welche Vorwürfe Olivia Jones konkret mit ihr besprechen wird, verrät Joyn bislang allerdings nicht.
Ähnlich sieht es bei Raffaela Raab aus. Als "Militante Veganerin" wurde sie mit provokanten Straßeninterviews in den sozialen Medien bekannt. Sie selbst bezeichnet sich heute als "früher streitlustig - heute eher diskussionsfreudig".
Rauswurf nach nur zwei Tagen
Für Eike Immel nahm das Experiment eine überraschende Wendung. Eigentlich sollte sich der frühere Nationaltorwart bei "Promi-Büßen" auch seiner jüngeren Vergangenheit stellen. Im August 2025 war er wegen 107 Betrugsfällen und eines Schadens von rund 34.000 Euro zunächst zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Im Berufungsverfahren im September 2026 wurde daraus eine zweijährige Bewährungsstrafe. Zusätzlich wurden unter anderem 200 Stunden gemeinnützige Arbeit angeordnet.
Als Erster der Staffel absolvierte Immel seine "Runde der Schande". Olivia Jones konfrontierte ihn dabei unter anderem mit nicht zurückgezahltem geliehenen Geld und früheren abwertenden Äußerungen über eine Frau. Nach dem Gespräch kam es zu weiteren Entgleisungen. Am zweiten Abend musste Immel deshalb das Camp verlassen. Joyn bestätigte, dass der Ausschluss wegen "mehrfacher Grenzüberschreitungen" erfolgte.
Nach Informationen der "Bild" soll Immel während der Dreharbeiten unter anderem darauf bestanden haben, einen heute als rassistisch geltenden Begriff weiterzuverwenden. Zudem soll er die erste Strophe des Deutschlandliedes zitiert haben. Auch mit Georgina Fleur soll es zu einem heftigen Streit gekommen sein. Immel selbst erklärte später, er sei "auf den Zoff überhaupt nicht stolz" und wolle sich entschuldigen.
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