"Babylon Berlin": Wann das große Serienfinale zu sehen ist

"Babylon Berlin" geht zu Ende. Die ARD hat mitgeteilt, wann die acht Folgen der fünften Staffel in der Mediathek verfügbar sind und an welchen Abenden Das Erste das Finale ins Programm nimmt.
von  (jom/spot)
Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) in "Babylon Berlin".
Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) in "Babylon Berlin". © Christine Schroeder/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/WDR/SWR/HR/Radio Bremen/Beta Film

Der 10. September wird für Fans von "Babylon Berlin" zum Stichtag. An diesem Donnerstag stellt die ARD Mediathek alle acht Folgen der fünften und letzten Staffel auf einen Schlag online. Das Erste zieht neun Tage später nach: Am 19. September laufen ab 20:15 Uhr die Episoden eins bis vier, am 25. September folgen ab 22:20 Uhr die Episoden fünf bis acht. Das geht aus der Programmankündigung der ARD hervor.

Eine verschwundene Akte

Erzählt wird ein knapper, aber folgenschwerer Zeitraum. Die Staffel setzt am 30. Januar 1933 ein, als Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler ernennt, und endet Ende Februar. "Es hat damals nur vier Wochen gedauert, um die parlamentarische Demokratie, die es ja trotz Präsidialverfügungen immer noch war, zu eliminieren", erklärt Regisseur Achim von Borries. "Die Opposition wurde verboten und die Grundrechte außer Kraft gesetzt. Zehntausende landeten damals schon in illegalen Lagern, die SA wurde bewaffnet und zur Hilfspolizei gemacht."

Im Zentrum steht diesmal Charlotte Ritter. Sie ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten, deren Spuren bis ins Jahr 1918 reichen. Eine verschwundene Akte wirft ein neues Licht auf Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg, und wer sie sucht, schreckt auch vor Mord nicht zurück, wie es in der Ankündigung heißt. Dann verschwindet Gereon Rath spurlos.

Bekannte Gesichter und prominente Neuzugänge

Volker Bruch und Liv Lisa Fries kehren als Rath und Ritter zurück, die Handlung folgt frei den Motiven von Volker Kutschers Roman "Märzgefallene". Zum Ensemble zählen erneut Benno Fürmann, Lars Eidinger, Hannah Herzsprung, Christian Friedel, Fritzi Haberlandt, Godehard Giese, Jördis Triebel und Martin Wuttke.

Neu dazugekommen sind unter anderem Clemens Schick als Hitler, Devid Striesow als Göring und Ulrich Noethen als Dr. Forster. Für Buch und Regie verantwortlich sind wie gehabt Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer.

Eine Bilanz in Zahlen

Was in zehn Jahren entstanden ist, lässt sich beziffern. ARD-Degeto-Geschäftsführer Christoph Pellander nennt 533 Drehtage an mehr als 500 Drehorten, über 400 Darstellerinnen und Darsteller, 17.000 Komparsinnen und Komparsen und 2.046 Mitarbeitende. "Hinter jeder dieser Zahlen stehen Leidenschaft, Mut und eine beeindruckende gemeinsame Leistung", so Pellander.

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl erinnert daran, dass die Serie als erste Kooperation von öffentlich-rechtlichem Rundfunk und Streaming mit internationalem Anspruch startete. Die Widerstände seien groß gewesen, sagt sie: "Es war eine Kraftanstrengung, und sie hat sich gelohnt." Produzent Uwe Schott beziffert den internationalen Erfolg auf Verkäufe in über 140 Länder.

Was rund um das Finale noch startet

Der Serienschluss kommt nicht allein. Ebenfalls am 10. September erscheint "Babylon Berlin - Die Doku" in der Mediathek, Das Erste zeigt den Film von Christian Jakob am 21. September um 23:35 Uhr. Die Hörspielserie "Haus Vaterland" mit fünf Folgen à 53 Minuten steht ab 3. September bei ARD Sounds bereit.

Dazu kommt im September das Adventure Game "Eine Nacht im Moka Efti - Eine Babylon Berlin Story" auf Steam, entwickelt im SWR X Lab gemeinsam mit Achim von Borries. Ein Making-of zur finalen Staffel gibt es ebenfalls ab September in der Mediathek.

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