Amazon holt auch Online-Audio-Rechte an DFB-Pokal

Amazon ist nicht mehr nur noch ein Versand-Riese, sondern baut seinen Einfluss auch in der Medienwelt immer weiter aus. Künftig werden neben der 1. und 2. Bundesliga auch der DFB-Pokal online gestreamt.
| Manuel Schwarz/dpa
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Amazon baut seine Marktmacht auch in anderen Bereichen aus.
dpa Amazon baut seine Marktmacht auch in anderen Bereichen aus.

Neben der 1. und 2. Bundesliga wird Amazon auch sämtliche Spiele des DFB-Pokals als Online-Audio-Stream übertragen. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Der Konzern hatte sich 2016 bei der Ausschreibung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Rechte an der Audio-Übertragung der 617 Liga-Partien im Internet gesichert und dabei den bisherigen Anbieter Sport1 ausgestochen. Nun kommen die 63 Pokal-Spiele dazu. Der deutsche Amazon-Music-Sportchef Florian Fritsche spricht von einer "digitalen Dauerkarte" für Fans.

Die Bundesliga- und Pokal-Streams sind der erste Versuch von Amazon weltweit, Live-Übertragungen von Sportevents anzubieten. "Wir sehen uns aber nicht als Versuchskaninchen", sagte Fritsche. Der Vertrag mit der DFL läuft über vier Jahre. Hören können die Live-Reportagen und Fußball-Shows nur Mitglieder der kostenpflichtigen Dienste Amazon Prime und Amazon Music Unlimited. Dafür werde auf Werbung verzichtet, hieß es. Den DFB-Pokal gibt es nur bei Amazon Music Unlimited.

Öffentlich-rechtliche Sender übertragen weiter die Konferenz

Wie viele Hörer zu den Spielen der höchsten deutschen Ligen anvisiert werden, verriet Amazon nicht. Im UKW-Radio werden die Spiele weiter von den öffentlich-rechtlichen Anstalten als Konferenz übertragen.

Das Amazon-Programmkonzept ähnelt jenem von Sky im Pay-TV. Amazon wird eine Spieltagskonferenz sowie - anders als etwa parallel der ARD-Hörfunk - jede Partie als Einzelreportage mit Vor- und Nachberichten anbieten. Dazu kommen wöchentlich zwei Abendshows.

Neben einer großen Zahl an Kommentatoren und Moderatoren wurden Experten wie Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand, der einstige Trainer Robin Dutt oder Ex-Schiedsrichter Knut Kircher engagiert.

Lesen Sie auch: Ab der Saison 2018/19 - Offiziell: Champions League nur noch im Pay-TV zu sehen!

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