Abschied bei "SOKO Leipzig": Marco Girnth stirbt den Serientod

Fast ein Vierteljahrhundert ermittelte Marco Girnth als Kommissar Jan Maybach bei "SOKO Leipzig". Nun endet seine Zeit bei der ZDF-Krimiserie auf dramatische Weise: Seine Figur wird erschossen. Der 55-Jährige verrät, warum er selbst den Abschied so gewollt hat.
(ili/obr/spot) |
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Schauspieler Marco Girnth steigt aus der ZDF-Serie "SOKO Leipzig" aus - seine Figur Jan Maybach stirbt nach über 500 Folgen.
Schauspieler Marco Girnth steigt aus der ZDF-Serie "SOKO Leipzig" aus - seine Figur Jan Maybach stirbt nach über 500 Folgen. © ZDF / Uwe Frauendorf

Als am 31. Januar 2001 die erste Folge der "SOKO Leipzig" über die Bildschirme flimmerte, stand Marco Girnth (55) als Kommissar Jan Maybach vor der Kamera. Seitdem gehörte der Schauspieler zum festen Inventar der ZDF-Krimiserie. Doch nach beinahe 25 Jahren ist nun Schluss - und der Abschied fällt denkbar dramatisch aus: Maybach wird erschossen.

Gemeinsam mit Melanie Marschke (56), die seit der ersten Stunde als Hauptkommissarin Ina Zimmermann ermittelt, prägte Girnth die Serie über mehr als zwei Jahrzehnte. Die beiden bildeten das Herzstück der "SOKO Leipzig", die als einziger SOKO-Ableger in der Primetime läuft. Später stießen Amy Mußul (34) als Kim Nowak und Johannes Hendrik Langer (41) als Moritz Brenner zum Team.

In der Doppelfolge "Was bleibt", deren zweiter Teil am 30. Januar um 21:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wurde, wird nun das Schicksal des beliebten Kommissars besiegelt. Ein Überfall auf ein Baustoffcenter eskaliert, eine Filialleiterin stirbt, ein Täter flieht. Bei der Verfolgung trifft Maybach ausgerechnet auf Rico Schäfer - jenen Mann, der vor 19 Jahren seinen Kollegen und Freund Miguel Alvarez (gespielt von Gabriel Merz) getötet hatte. Alte Wunden reißen auf, Schuldgefühle plagen den erfahrenen Ermittler. Am Ende trifft er eine fatale Entscheidung.

Ein Abschied nach seinen Vorstellungen

Dass sein Ausstieg so emotional und packend inszeniert wurde, verdankt Girnth auch sich selbst. Der 55-Jährige brachte eigene Ideen ein, wie er "Focus online" verriet: "Auf Basis meiner Vorschläge wurden dann wirklich schöne Ausstiegs-Folgen geschrieben. Ich war sehr gerührt, als ich die Geschichte schließlich lesen durfte."

Trotz der Freude über den gelungenen Ausstieg fällt dem Schauspieler der Abschied von seiner Paraderolle nicht leicht. "Es bricht mir das Herz, meine Serienfigur Jan Maybach aus dem Kreis seiner tollen Kollegen treten zu lassen", gab er in einem Statement zum Serien-Aus zu. Gleichzeitig blickt Girnth nach vorn: "Ich freu' mich auf alles, was da jetzt Neues auf mich zukommen wird, auf die Räume, die frei werden und die ich gerne noch füllen möchte."

Für Serienprojekte, "die von Januar bis Dezember gedreht" werden, wolle er sich aber nicht mehr verpflichten, erklärte er dem "Spiegel". Er plane eher, "in Einzelstücken, Reihen oder in begleitenden Rollen" aufzutreten. Auch wolle er vermehrt auf Reisen gehen. "Ich war zum Beispiel noch nie länger als zwei Monate im Ausland. Das würde ich gern mal machen, einfach so nach Costa Rica: ohne Urlaubsstatus und eine andere Kultur so richtig im Alltag erleben", skizziert er mögliche Zukunftspläne.

UFA-Produzentin würdigt den Serienstar

Katharina Rietz, Geschäftsführerin der UFA Mitte und Produzentin der Serie, bezeichnete das Jubiläum als "besonders bewegend". Mit dem Ausstieg von Jan Maybach verabschiede man "eine der prägendsten Figuren der ersten Stunde". Gleichzeitig schlage die Serie damit ein neues Kapitel auf.

An seinen allerersten Drehtag erinnert sich Girnth noch gut: "Mein erster Drehtag war im St. Georg-Krankenhaus Leipzig. Ich war schrecklich aufgeregt, weil sowohl die ZDF-Redaktion als auch unsere Produzenten vor Ort waren." Dass er damals den Startschuss für mindestens 25 weitere Jahre gab, ahnte niemand. "Aber wir haben sofort gemerkt, dass die Stimmung im Team zu 100 Prozent passt", so der Schauspieler.

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