Zabel kommt als Sieger zu den Sixdays

Seine Abschiedstournee führt über München. Zum Sechstagerennen in der Olympiahalle kommt Erik Zabel als Sieger. Als Sieger von Dortmund.
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Kommt als Sieger zu den Sixdays in die Olympiahalle: Erik Zabel.
dpa Kommt als Sieger zu den Sixdays in die Olympiahalle: Erik Zabel.

Seine Abschiedstournee führt über München. Zum Sechstagerennen in der Olympiahalle kommt Erik Zabel als Sieger. Als Sieger von Dortmund.

MÜNCHEN Er ist der bekannteste Name im Teilnehmerfeld der 45. Sixdays in der Olympiahalle. Klar ist auch: Wenn das Sechstagerennen am Donnerstag von Löwenkapitän Benny Lauth eröffnet wird, startet Erik Zabel als Sieger. Und das zum letzten Mal. Zabel nimmt Abschied. Wie schon in Dortmund.

In die Freude dort mischte sich Wehmut. Auf der Ehrenrunde flossen Tränen. Der Abschied vom Dortmunder Sechstagerennen, das er zusammen mit Leif Lampater (Schwaikheim) gewann, machte Zabel mächtig zu schaffen. „Es ist bewegend, hier in meinem Wohnzimmer Westfalenhalle mein letztes Dortmunder Sechstagerennen bestritten zu haben. Das geht ans Herz“, bekannte der Lokalmatador aus Unna in der Nacht zum Mittwoch.

Das Finale war ganz nach dem Geschmack der zahlreichen Zabel-Fans: Seinen sechsten Triumph in Dortmund sicherte sich der Publikumsliebling im Schlusssprint, den er vor Robert Bartko (Berlin) und dem Dänen Alex Rasmussen gewann. Bartko und Partner Andreas Beikirch (Titz) belegten im Gesamtklassement Platz zwei vor den Dänen Alex Rasmussen/Michael Morkov. Alle drei Top-Teams beendeten rundengleich die Dortmunder Six-Days.

Deutschlands erfolgreichster Radprofi, der als sechsmaliger Gewinner des Grünen Trikots und zwölfmaliger Etappensieger der Tour de France sowie als viermaliger Triumphator im Klassiker von Mailand nach San Remo Sportgeschichte schrieb, genoss den Augenblick in vollen Zügen. In seinem „Wohnzimmer“ spürte Zabel noch einmal den Rückhalt der Fans. Fast scheint es, als habe der bodenständige Radprofi die Doping-Beichte im Mai des Jahres 2007 nahezu unbeschadet überstanden.

Spätestens als er gemeinsam mit Ehefrau Cordula auf einem eigens für ihn auf der Sechstage-Bahn platzierten Sofa saß, machte sich Wehmut breit: „Ein Lebensabschnitt endet jetzt. Früher hab' ich mich immer schon zum Jahresanfang auf Mailand-San Remo gefreut. Jetzt ist das anders, ich weiß ja nicht, was kommt.“

Noch aber ist die Abschiedstournee nicht zu Ende. Die nächste Sechstage-Station heißt München, Olympiahalle. Und auch in Dortmund ist Zabel noch einmal zu erleben, wenn er am 26. Dezember im „Omnium der Asse“ beim „Großen Weihnachtspreis“ in der Westfalenhalle antritt.

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