Wladimir Klitschko: 80 Millionen fürs Comeback!

Der Streaming-Anbieter DAZN bietet dem einstigen Box-Superstar Wladimir Klitschko diese Megasumme für ein Comeback über drei Fights. Er müsste dann gegen Tyson Fury und Anthony Joshua kämpfen.
| Matthias Kerber
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Der 29. April 2017: Wladimir Klitschko am Boden, Anthony Joshua obenauf. Danach beendet Klitschko die Karriere – kommt es jetzt zum  Rückkampf?
Axel Heimken/dpa Der 29. April 2017: Wladimir Klitschko am Boden, Anthony Joshua obenauf. Danach beendet Klitschko die Karriere – kommt es jetzt zum Rückkampf?

München - Monatelang hatte sich Wladimir Klitschko mit der Frage gequält, ob seine Karriere in kurzen Hosen, nacktem Oberkörper und mit den Eisenfäusten in den Boxhandschuhen wirklich vorbei sein sollte. Immer wieder hatte er, der das Schwergewicht so lange dominiert hatte, den Vertrag für das Rematch gegen den Briten Anthony Joshua in der einen Hand, den Kugelschreiber in der anderen. Boxer-Sein oder -Nichtsein, das war hier die Frage.

Der epische Fight vom 29. April 2017 vor 90.000 Fans im Wembley-Stadion, als erst Klitschko in der fünften Runde am Boden war, ehe er Joshua einen Durchgang später auf die Bretter, die die Boxwelt bedeuten, schickte, um am Ende in der elften Runde ausgeknockt zu werden, hätte eine Fortsetzung verdient. Doch am 3. August 2017 hatte Klitschko die Frage für sich beantwortet: No mas, um die legendären Worte von Box-Ikone Roberto Duran zu zitieren: Das war’s!

"Damals ist ein Teil von mir gestorben. Der Boxer in mir", sagte Klitschko. Wird es jetzt eine Wiederauferstehung des Boxers Wladimir Klitschko geben? Dem Olympiasieger von 1996, der von 2000 bis 2003 und 2006 bis 2017 Weltmeister der schweren Jungs war, liegt ein lukratives Angebot vor. Streaming-Anbieter DAZN bietet Klitschko, der am 25. März seinen 43. Geburtstag feiert, 80 Millionen Dollar für einen Drei-Kampf-Vertrag.

Dillian Whyte: "Er kommt zu 100 Prozent zurück"

Damit wurde das Erst-Angebot von 40 Millionen von vor ein paar Wochen nun verdoppelt. Nach der Ursprungs-Offerte hatte er die Gerüchte über ein Comeback als "Fake News" und "verfrühten Aprilscherz" abgetan und im Magazin "Boxsport" erklärt: "Wenn sich mein Status als Boxrentner ändert, äußere ich mich darüber. Soweit bleibt alles beim Alten."

Und jetzt? Gibt es 80 Millionen gute Gründe. DAZN-Mehrheitseigentümer Len Blavatnik, ein ukrainischer Milliardär, will seinen Landsmann auf jeden Fall bei seinem Sender boxen sehen. Klitschko dürfte als Erstes einen Aufbaukampf gegen einen Fighter aus den Top-Ten bestreiten, der Brite Dillian Whyte schürt die Gerüchte, dass er dieser Gegner sei, gerne. "Er kommt zu 100 Prozent zurück", sagt Whyte, "alles andere ist eine Lüge."

Axel Schulz: "Das Geld steht bei Wladimir nicht im Vordergrund"

Danach müsste Klitschko erst gegen Tyson Fury, gegen den er 2015 seine WM-Titel verloren hatte, und dann zum Rematch gegen Joshua antreten. Nach AZ-Informationen aus Klitschkos Umfeld befindet sich der 2,00-Meter-Mann fast täglich im Boxtraining – und beschäftigt sich zumindest mit dem Angebot. Auf jeden Fall würde ein Comeback für viel Aufmerksamkeit im Schwergewicht sorgen.

Die Hoffnung, dass mit Joshua Glanz und Gloria in die Königsklasse zurückkehren würden, hat sich noch nicht bewahrheitet. "Es wäre großartig, wenn Wladimir zurückkehrt, das wäre das Beste, was dem Boxsport passieren könnte", sagte Axel Schulz, der selber drei Mal um die WM im Schwergewicht geboxt und jeweils verloren hat, der AZ. 1999 kämpfte er gegen Klitschko um die EM – und bekam die Prügel seines Lebens.

"Ich habe erst vor ein paar Tagen mit Wladimir telefoniert und ihm gesagt: ,Wenn du es machst, dann jetzt, wo du noch im Training und im Saft bist und nicht in fünf Jahren. Meinen Segen hast du auf jeden Fall’", sagte Schulz, "das Geld steht bei Wladimir nicht im Vordergrund, aber er weiß auch, dass er beim Joshua-Kampf nur einen Treffer davon entfernt war, sich den Titel zurückzuholen. So etwas nagt immer an deiner Boxerseele, das wird man nicht los."

Lesen Sie hier mehr: Wladimir Klitschko -"Feigheit ist die schlimmste Sünde"

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