Kolumne

Wintersport-Kolumne von Martina Ertl: Super-G braucht Mut

Die zweimalige Weltmeisterin und Ski-Ikone Martina Ertl ist eine Protagonistin der neuen AZ-Wintersport-Kolumne.
| Martina Ertl
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Ehemalige Super-G-Fahrerin: Martina Ertl-Renz. (Archivbild)
Ehemalige Super-G-Fahrerin: Martina Ertl-Renz. (Archivbild) © picture alliance/dpa

Wie am letzten Wochenende so auch an diesem: Gesucht wird die Speed-Queen und es wird wieder einmal spannend. Gewinnt eine der blitzschnellen Italienerinnen um Sophia Goggia oder wird Lara Gut die Schweizer Fahne hochhalten? Was kann unsere deutsche Starterin, Kira Weidle, diesmal schaffen, vor allem in der Abfahrt?

"Jede Linie fährst du zum ersten Mal auf dieser Piste"

Eines voran: Ich liebe den Super-G als Disziplin. Vom Riesenslalom kommend, war der Super-G immer meine zweitliebste Disziplin. Die Anforderungen und Umsetzungen entsprachen immer meiner Mentalität. Man muss frech sein, man muss mutig sein und da es keinen Probelauf gibt, muss man eben gut besichtigen und das Gesehene gut umsetzen können, wenn es aus dem Starthäuschen geht. Jede Linie fährst du zum ersten Mal auf dieser Piste und wenn du es nicht geschafft hast, alle Problemstellen abzuspeichern und mit einer vorbereiteten Antwort zu versehen, lässt du Federn.

Dies ist auch der Grund dafür, dass die starken Fahrerinnen in der Regel die etwas älteren Protagonistinnen sind, es sei denn, dass das Gelände eher für die Riesenslalomfahrerinnen geeignet ist, dann trumpft schon mal eine Jüngere auf, wie am letzten Wochenende die Neuseeländerin Alice Robinson.

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Kira Weidle hat Potenzial

Der Super-G von Val d'Isere ist eher ein langgezogenes Gelände, das den Abfahrerinnen liegen sollte, so dass ich von einem Zweikampf zwischen Gut und Goggia ausgehe, in den vielleicht noch eine der anderen Italienerinnen eingreifen kann.

Somit wäre es auch mehr das Terrain unserer Starterin Weidle, die trotz leichter Erkältung hochmotiviert anreist. Ihr Augenmerk liegt natürlich ganz auf der Abfahrt. Wenn bei ihr alles zusammenpasst, hat Kira gewiss das Potenzial für einen Podestplatz beziehungsweise die Top 5, während sie bei dieser Art von Gelände auch beim Super-G ein Wort mitreden kann. Auf jeden Fall traue ich ihr beim Super-G von Val d'Isere eine Top-Ten-Platzierung zu.

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