Wasserspringer Klein widmet WM-Bronze der Familie

Ihr Abschlusswettkampf lief so, wie ihn sich Sascha Klein und Patrick Hausding vorgestellt hatten. WM-Bronze vom Turm komplettierte die Sammlung der WM-Medaillen. Klein dankte zwei Menschen ganz besonders.
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Das Ende einer Ära: Patrick Hausding und Sascha Klein mit ihren Bronzemedaillen.
dpa Das Ende einer Ära: Patrick Hausding und Sascha Klein mit ihren Bronzemedaillen.

Ihr Abschlusswettkampf lief so, wie ihn sich Sascha Klein und Patrick Hausding vorgestellt hatten. WM-Bronze vom Turm komplettierte die Sammlung der WM-Medaillen. Klein dankte zwei Menschen ganz besonders.

Budapest - Nach dem traumhaften Abschluss zum Ende einer großen Karriere dachte Sascha Klein an Frau und Kind. Die Bronzemedaille widmete er seiner Familie. "Ich möchte meiner Frau und meinem Sohn danken, die hier waren", sagte der Wasserspringer sichtlich gerührt nach dem dritten Platz im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm mit Patrick Hausding am Montagabend in Budapest. "Das hat mir nochmal Kraft gegeben."

Mit 440,82 Punkten musste sich das Duo aus Berlin und Dresden nur den chinesischen Weltmeistern Chen Aisen/Yang Hao (498,48 Punkte) und den Russen Wiktor Minibajew/Alexander Bondar (458,85) geschlagen geben. Im Publikum wurden Deutschlandfahnen geschwenkt, die Trainer rissen die Arme hoch - was für eine Abschiedsgala!

Neben dem WM-Titel von Barcelona ist das Olympia-Silber von 2008 der größte Erfolg der beiden. Neunmal Europameister im Synchronspringen vom Turm nacheinander unterstreichen eine besondere Stellung der Olympia-Vierten von Rio in ihrer Sportart.

Buschkow gratuliert "Vorbildern"

Bronze zum Abschluss rührte das Team, das vor zwei Jahren ohne Edelmetall geblieben war. Von einer Medaille waren Tina Punzel und Friederike Freyer am Montag als Neunte im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett erwartungsgemäß klar entfernt.

Aber dann kam die große Stunde von Hausding und Klein. "Sie waren die Garanten für Leistung für den gesamten Deutschen Schwimm-Verband", würdigte Bundestrainer der glückselig lächelnde Lutz Buschkow die Musterspringer.

Rekordeuropameister Hausding setzt seine Karriere fort und rechnet sich in Ungarn weitere Topplatzierungen aus. Klein wollte das Ende seiner Laufbahn als Leistungssportler mit einmal Olympia-Silber, fünf WM- und 17 EM-Medaillen nachts noch gebührend feiern - die Bronze-Plakette komplettierte nach Gold 2013 und Silber 2011 den Medaillensatz bei Weltmeisterschaften.

Klein und Hausding seien "die Garanten für Leistung für den gesamten Deutschen Schwimm-Verband" gewesen, hatte Bundestrainer Lutz Buschkow gesagt. Er nannte die beiden "Vorbilder".

Während das deutsche Wasserspringen in Zukunft auf eines dieser Vorbilder verzichten muss, profitiert jemand anderes noch mehr davon: Kleins anderthalbjähriger Sohn Oskar, mit dem der Bronze-Gewinner in Zukunft viel Zeit verbringen will.

Hausding mit nächster Chance

Nach WM-Bronze im Synchronspringen vom Turm hat Rekordeuropameister Patrick Hausding bei den Titelkämpfen am Dienstag in Ungarn gleich die nächste Chance. Zusammen mit Maria Kurjo tritt der 28-Jährige im Teamspringen an. Lange feiern konnte Hausding nach der Medaille im Abschiedswettkampf mit Sascha Klein deshalb nicht.

Nach einem Ruhetag geht es auch auf dem Plattensee wieder um Medaillen. Über die olympischen zehn Kilometer wollen Rob Muffels und Olympia-Teilnehmer Christian Reichert möglichst lange in der Spitze mitmischen. Zu den Mitfavoriten gehören sie nicht. 

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