Vor dem Start: Die Australian Open von A bis Z

Das große Spektakel in Down Under beginnt. Die AZ stellt das Turnier in Melbourne von A wie Ausraster bis Z wie Zverev vor und erklärt, wie viele Bälle die Tennis-Stars in den zwei Wochen verbrauchen.
| Martin Wimösterer
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Alexander Zverev will mit den Australian Open sein erstes Grand Slam-Turnier gewinnen.
Alexander Zverev will mit den Australian Open sein erstes Grand Slam-Turnier gewinnen. © imago images/SNA

Es ist das erste große Turnier des Tennis-Jahres: die Australian Open, die in der Nacht zum Montag deutscher Zeit beginnen. Hinter Novak Djokovics Start schwebt ein Fragezeichen - sein Visumsstreit ist eine der buntesten Geschichten in der Turnierhistorie.

Die AZ erklärt das erste Major-Turnier - natürlich von A bis Z...

Ausraster: In den 1980er Jahren fing die Polizei Pat Cash ab - alarmiert von aufgebrachten TV-Zuschauern wegen des losen Mundwerks des Stars.

Boris Becker: Er war der bisher einzige Deutsche, der das Männerturnier gewonnen hat (1991 und 1996). Rainer Schüttler stand 2003 im Finale, unterlag aber Andre Agassi.

Chaos: Während des Herrenhalbfinales 1995 zwischen Andre Agassi und Aaron Krickstein tobte ein schweres Unwetter über Melbourne. In der Folge drangen Wassermassen auf den Platz, der Centre Court glich einem kniehohen Swimmingpool. Ein Zuschauer nahm unter dem Applaus des Publikums ein Bad.

Australian Open: Das teuerste Ticket kostet 15.000 Dollar

Dach: In Australien herrscht nun Hochsommer. In den kommenden Tagen werden Temperaturen bis zu 38 Grad erwartet - ein Problem für Profisport. Darum sind drei der Courts mit mobilen Dächern verschließbar, damit es nicht - wie etwa 2007- andauernd zu Spielverlegungen kommt. 40 Grad ist die Grenze.

Eurosport: Der Sender überträgt aus Down Under.

Finale: Die Frauen spielen am 29. Januar die Siegerin aus, die Männer ermitteln tags drauf den Besten. Die teuersten Tickets direkt am Platz kosten dann 15.000 Dollar.

Graf: Steffi Graf hat das Turnier viermal gewonnen, als einzige Deutsche neben Angelique Kerber.

Happy: Der Beiname des Turniers ("Happy Slam"). Lange Zeit aber mieden die Spieler das Turnier eher - wegen der immensen Reisestrapazen nach Down Under.

Idole: Federer, Djokovic, Thiem - viele Stars fallen in diesem Jahr aus unterschiedlichen Gründen aus. Auch im Frauenturnier fehlt mit Serena Williams ein großer Name.

Jesus: Spielt diesmal nicht mit. Novak Djokovic, den sein Vater mit dem Messias verglich, erfüllte die australischen Einreisebestimmungen nicht - oder doch noch?

Das längste Australian-Open-Finale dauerte fast sechs Stunden

Kuhfladen: Bis 1988 fand das Turnier auf Gras statt, dann nutzte es Rebound Ace. Starspieler Lleyton Hewitt meinte Anfang der 2000er Jahre zynisch: "Wenn ich die Australian Open auf Kuhfladen gewinnen muss, werde ich mein Bestes dafür geben." Bald darauf wechselte das Turnier zu Plexicushion und 2020 schließlich zu GreenSet.

Laver: Nicht Lava, auch wenn sich mancher Spieler ob der Hitze in Down Under daran erinnert fühlen kann. Rod Laver ist der Namenspate des Centre Courts mit rund 14.800 Zuschauerplätzen.

Marathon: Fünf Stunden und 53 Minuten wehrte sich Rafael Nadal, ehe Djokovic ihn 2012 bezwang. Es ist bis heute das längste Grand-Slam-Finale überhaupt.

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Nadal: Spielt der spanische Altmeister doch in Melbourne? Kürzlich hatte ihn, nach einem Comeback nach langer Verletzungspause, noch Corona zurückgeworfen.

Osaka: Die Japanerin Naomi Osaka ist Titelverteidigerin im Frauen-Einzel.

Preisgeld: 75 Millionen Australische Dollar (AUD, rund 47,4 Millionen Euro) beträgt die Gesamtbörse - eine Lohnerhöhung um gut vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sieger und Siegerin in den Einzelfinals erhalten jeweils 4,4 Millionen AUD.

Australian Open sind das schnellste Grand-Slam-Turnier

Qualifikanten: Sie können durchaus weit kommen. Der Russe Aslan Karatsev drang vor einem Jahr bis ins Halbfinale vor. Das gelang in der Turniergeschichte allerdings erst einem Spieler zuvor.

Roswall: Ken Roswall gewann 18-jährig 1953 - als jüngster Spieler überhaupt. Mit 37 Jahren holte er 1972 den Titel - als ältester Sieger.

Speed: Der Court Pace Index misst die Geschwindigkeit des Spiels. Melbourne ist demnach der Grand Slam mit dem höchsten Tempo.

Titelverteidiger: Novak Djokovic gewann zuletzt dreimal in Folge. Mit neun Siegen ist er Rekordsieger, seit das Turnier ein Open ist.

Umsatz: Nach dem Rekord von 2020 (390 Millionen $) brach der Ertrag im Vorjahr um 60 Millionen $ ein.

Verletzungen: Seit jeher ein Thema in Melbourne. Manche machten den Untergrund, andere die ungünstige Lage im Turnierkalender verantwortlich.

Mit Peter Gojowczyk ist auch ein Münchner bei den Australian Open am Start

Wettbewerbe: Neben den Einzeln der Frauen und Männer gibt es auch Bewerbe im Doppel, Mixed, bei den Junioren und Rollstuhl-Fahrern.

X-fach: So oft müssen die rund 300 Balljungen und -mädchen Nachschub liefern. Die vergangenen Austragungen haben jeweils zwischen 45.000 und 50.000 Tennisbälle verschlungen.

Yarra River: Angelique Kerber hatte 2016 gewettet: Holt sie den Titel, springt sie wie einst Jim Courier in den Fluss. Sie gewann und befand: "Das Wasser war kalt und ein wenig dreckig."

Zverev: Alexander Zverev ist das deutsche Aushängeschild bei den Männern. Neben ihm ist aus Deutschland unter anderen auch der Münchner Peter Gojowczyk in Melbourne am Start.

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