Volleyballerinnen droht endgültiges Aus

Die deutschen Volleyballerinnen verlieren gegen die Türkei und erleiden einen folgenschweren Rückschlag auf dem erhofften Weg zur Grand-Prix-Endrunde. Aus eigener Kraft kommen sie nicht mehr weiter.
| dpa
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Die Deutschen Lenka Dürr (vorne) und Maren Brinkler in Aktion.
dpa Die Deutschen Lenka Dürr (vorne) und Maren Brinkler in Aktion.

Stuttgart - Den deutschen Volleyballerinnen droht das endgültige Aus für die Grand-Prix-Finalrunde. In einem packenden Kräftemessen mit der Türkei musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedullà am Freitag vor 2500 Zuschauern in Stuttgart mit 2:3 (25:20, 26:28, 29:31, 25:14, 16:18) geschlagen geben.

Nach der fünften Pleite im achten Vorrundenspiel kann der EM-Zweite aus eigener Kraft die Finalrunde in den USA nicht mehr erreichen. Die Deutschen müssen ihr abschließendes Gruppenspiel gegen Serbien (Samstag/18.05 Uhr/live Sport1) gewinnen und auf Schützenhilfe von Thailand hoffen, das in Hongkong auf Japan trifft.

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"Theoretisch können wir es noch schaffen. Es wird aber sehr schwer", räumte Pedullà nach dem Marathon-Match ein. "Wir haben wie immer mit Herz gespielt, in den entscheidenden Situationen aber auch einfach zu viele Fehler gemacht", lautete sein Fazit. "Uns hat die Balance zwischen Risiko nehmen und Risiko nicht nehmen gefehlt", erläuterte Spielführerin Margareta Kozuch. "Gegen Serbien versuchen wir es jetzt so gut wie möglich zu machen."

Die Türkinnen hatten schon weit vor dem ersten Schmetterball Grund zur Freude. Denn anlässlich des Endes des kräftezehrenden Fastenmonats Ramadan bekamen sie nach der morgendlichen Einheit von ihrem Verbandsboss Abdullah Mutlugil Süßes geschenkt. Gute Laune durfte der Weltranglisten-Elfte auch zu Beginn der Partie haben: Die deutsche Aufschlag-Annahme funktionierte nicht wie gewünscht, die Türkei lag daher vorübergehend in Führung.

Zum Ende des ersten Durchgangs stand jedoch der Block beim EM-Zweiten und vor allem die Youngster Wiebke Silge sowie Jennifer Geerties drehten in der Offensive auf. Völlig verdient holten sich die Deutschen diesen Abschnitt mit 25:20.

Fast schon empört reckte der sonst so ruhige Bundestrainer Pedullà in der Folge immer wieder seine Arme in Richtung Hallendecke und wendete sich verärgert ab. Dass der Weltranglisten-Neunte gegen die Annahme und den Angriff des türkischen Kontrahenten zu selten ein Mittel fand, schmeckte dem Italiener ganz und gar nicht. Doch Pedullàs Mannschaft zeigte Herz, wehrte vier Satzbälle ab - ehe Durchgang Nummer zwei dann doch noch verloren ging.

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Unverdrossen machten die DVV-Frauen weiter. Sie führten im dritten Satz sogar mit 18:13, ehe sich gegen die zuvor noch sieglosen Türkinnen Nachlässigkeiten einschlichen. In einem spannenden Finish vergaben die Deutschen vier Satzbälle. Die Türkei sicherte sich nach einem Fehler von Maren Brinker hingegen auch den dritten Abschnitt.

Pedullàs Team ließ sich jedoch nicht hängen. Einen 0:3-Rückstand machte sie schnell wieder wett und dominierte im vierten Satz fast nach Belieben. Im letzten Abschnitt wachte die Türkei aber wieder auf und versetzte den Gastgeberinnen einen Tiefschlag.

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