Kommentar

Türkgücü-Anfeindungen: Jetzt ist der DFB gefragt

Krischan Kaufmann, der Sport-Vize der AZ, über die rassistischen Attacken gegen Türkgücü München.
| Krischan Kaufmann
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Erst Mannheim, jetzt Zwickau - und was kommt als nächstes? Nach den rassistischen und ausländerfeindlichen Attacken gegen Türkgücü München in den letzten Wochen droht die restliche Saison für den Aufsteiger in der Dritten Liga zum Spießrutenlauf zu werden.

Denn um unappetitliche Einzelfälle handelt es sich dabei leider nicht. Auch in Mannheim und selbst in München rund ums Grünwalder wurden bereits Sticker mit der Aufschrift "Türkgücü NICHT Willkommen" gesichtet.

Was also tun? Die beiden betroffenen Vereine Waldhof Mannheim und FSV Zwickau haben sofort reagiert und die ekelhaften Ausfälle eines sehr kleinen Teils ihrer Anhängerschaft aufs Schärfste verurteilt. Das ist so selbstverständlich wie erfreulich.

Was dagegen fehlt, ist ein klares Statement des DFB, ein Zeichen, dass Diskriminierung und dumpfbraunes Gedankengut auch in der untersten deutschen Profiliga keinen Millimeter Platz haben dürfen. Aus der Zentrale in Frankfurt ist aktuell aber nur zu hören, man schwanke noch, ob man auf die jüngsten Vorfälle reagieren werde, da man dem Urheber der widerlichen Aufkleber-Aktion, der rechtsextremen Kleinstpartei "der III. Weg" keine Plattform bieten wolle.

Mit Verlaub, lieber DFB, das ist Blödsinn. Auch der größte Sportverband der Welt sollte eigentlich längst begriffen haben: Schweigen hat gegen Nazis und Rassisten noch nie geholfen.

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