Olympionike Kruse crasht Türkgücüs Pokal-Premiere

Münchner müssen sich Erstligist Union Berlin geschlagen geben. Neuzugang Chato patzt.
| Matthias Eicher
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Eben noch in Tokio, jetzt in Giesing: Unions Olympia-Fahrer Max Kruse (Nr. 10) trifft zum entscheidenden 1:0 für die Berliner.
Eben noch in Tokio, jetzt in Giesing: Unions Olympia-Fahrer Max Kruse (Nr. 10) trifft zum entscheidenden 1:0 für die Berliner. © imago images/Passion2Press

München - Es ist schon etwas Besonderes, sich hier in München mit einem Bundesligisten messen zu dürfen", sagte Türkgücü-Trainer Petr Ruman vor dem Pokalvergleich des Drittligisten mit "Eisern Union" Berlin: "Jetzt wollen wir im DFB-Pokal den nächsten Schritt machen." Doch die Elf des tschechischen Trainers sollte bei ihrer Pokal-Premiere mit 0:1 (0:1) den Kürzeren ziehen.

Olympionike Max Kruse war es, der den Hoffnungen des ersten Migrantenklubs im deutschen Profifußball auf das Weiterkommen in die zweite Runde des DFB-Pokals einen jähen Dämpfer verpasste (23.).

Türkgücü nur mit wenigen Möglichkeiten

Und das alles, weil sich Neuzugang Paterson Chato nach einem Pass von Torhüter Rene Vollath den Ball klauen ließ, so dass Kruse nach Zuspiel von Taiwo Awoniyi nur noch einschieben musste. Zu allem Überfluss verloren die Hausherren, die mit neun Neuen in der Startelf angetreten waren, auch noch Marco Kehl-Gomez nach einer Knieverletzung. Abwehrspieler Filip Kusic musste den Abräumer ersetzen (31.).

Trotz aller Bemühungen konnten sich Sercan Sararer und Co. gegen die höherklassigen Gäste kaum Möglichkeiten herausspielen.

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Stattdessen verteilte auch Kapitän Mergim Mavraj noch so eine Einladung im Stile Chatos, als er die Kugel gegen Kruse vertändelte: Der 33-jährige Altstar der Berliner scheiterte aber an Keeper Vollath - Entscheidung ebenso vertagt wie Kruses zweiter Treffer (60.). In der 67. Spielminute brachte Ruman Stürmer Petar Sliskovic anstelle von Philip Türpitz, um in der Schlussphase des Spiels nochmal Druck zu erzeugen.

Sararer verpasst kurz vor Schluss den Ausgleich

Auch, wenn sich Türkgücü teuer verkaufte und ihre Fans mit lautstarken Hertha-Sprechchören aufhorchen ließen: Der Ausgleich, etwa nach einem Chato-Schuss, wollte nicht mehr fallen (80.). Sararer hatte in der Nachspielzeit nach einer Ecke nochmal eine gute Möglichkeit, zielte aber knapp am Tor vorbei.

Am Ende sollte es nicht mehr reichen an diesem Sonntagnachmittag vor 2.500 Zuschauern auf Giesings Höhen bei klarer Dezibel-Hoheit der Gäste: Kruses Treffer reichte den Hauptstädtern, um in die Zweite Runde einzuziehen.

Der Erstligist siegte damit unter dem Strich verdient, die "türkische Kraft" ist raus - und wird eine ganze Weile auf das zweite Spiel im DFB-Pokal warten müssen.

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