Zum Abschluss noch ein Sieg

Die Löwen gewinnen das letzte Saisonspiel 2:0 gegen Union Berlin – vor immerhin 26000 Fans.Holebas und Mlapa treffen, Hoffmann und Hofmann sorgen für Emotionen
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Illustration
dpa Illustration

Die Löwen gewinnen das letzte Saisonspiel 2:0 gegen Union Berlin – vor immerhin 26000 Fans.Holebas und Mlapa treffen, Hoffmann und Hofmann sorgen für Emotionen

Es ist so, als bliebe den Löwen (fast) nichts erspart. Als sie gegen Union Berlin in der Allianz Arena eine erneut enttäuschende Saison zu ihrem Ende brachten, zog der FC Bayern mitten durchs blaue Hoheitsgebiet vorbei am Grünwalder Stadion zum Marienplatz, um seine Meisterschaft zu feiern. Gut, dass in der Arena niemand hörte, wie Bayern-Kapitän Mark van Bommel auf dem Rathausbalkon spottete: „Ein paar Kilometer weiter wird Fußball gespielt – aber hier sind mehr Menschen als beim Spiel!“

Immerhin, 26000 Zuschauer kamen zum versöhnlichen Abschluss, zu einem 2:0 gegen – zugegeben – ganz schwache Berliner.

Damit ist wenigstens ein weiteres Ärgernis für Geschäftsführer Manfred Stoffers abgewendet. Denn es wäre den Klub teuer zu stehen gekommen, hätten die Sechzger den einstelligen Tabellenplatz noch verspielt, weil dann alle Dauerkarteninhaber fünf Prozent ihrer Kosten zurückbekommen hätten. Den Fans ging's ohnehin – so stand es zumindest auf einem großen Plakat in der Arena – um etwas ganz anderes: „Die fünf Prozent kannst du behalten. Wir wollen 100 Prozent Kampfgeist, Siegeswillen und Aufrichtigkeit. Wir zahlen es Euch 1860-fach zurück."

Und genau deswegen verabschiedeten sie Verteidiger Torben Hoffmann, der in seinem letzten Spiel nach neun Jahren bei den Löwen noch mal von Beginn an ran durfte, bei dessen emotionaler Verabschiedung vor dem Anpfiff mit einem donnernden Applaus. Außer Hoffmann wurde kein Löwe verabschiedet, was bedeutet, dass sich der Verein mit allen anderen Spielern, deren Zukunft ungeklärt ist, noch in Gesprächen befindet.

Was sich dann auf dem Rasen abspielte, ist schnell erzählt: Den Löwen gelang ein sportlich versöhnlicher Abschied mit einigen schön anzusehenden Kombinationen. Nach 19 Minuten knallte Peniel Mlapa den Ball an den Pfosten. Zehn Minuten später scheiterte der U19-Nationalstürmer aus aussichtsreicher Position. Besser machte es Linksverteidiger José Holebas, der ein heilloses Durcheinander im Union-Strafraum nach einem Freistoß von Alexander Ludwig nutzte und zur Führung traf (42.).

Auffällig bei den Löwen: Wie schon in der Vorwoche beim 0:1 in Augsburg erkämpfte der zierliche Eke Uzoma auch diesmal wieder zahlreiche Bälle im Mittelfeld und machte eine gute Partie.

Auch in der zweiten Halbzeit, in der sich für Sascha Rösler und Sandro Kaiser die besten Chancen boten, hatten die Sechzger kaum Mühe mit dem müde auftretenden Hauptstadtklub. Der etatmäßige Reservetorwart Philipp Tschauner, dem Trainer Ewald Lienen einen Einsatz von Beginn an gegönnt hatte, hielt sogar einen Strafstoß von Hüzeyfe Dogan. Und Mlapa legte nach Holebas-Vorarbeit das 2:0 (80.) nach. Das letzte Highlight der Saison: Urgestein Michael Hofmann, seit 14 Jahren bei den Löwen, durfte noch einmal ins Tor. Seine Zeit bei den Löwen-Profis ist damit wohl abgelaufen. Marco Plein

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren