"Zeitnahe Gespräche": Dähne lässt seine Zukunft beim TSV 1860 offen
Wie heißt es so schön: Ein Guter hält es aus. Das trifft auch auf Thomas Dähne zu. Der Keeper des TSV 1860 holte sich bei einer Ecke im Training am Montagvormittag eine Blutwunde. Mit Kühlpack an der Backe ging es vom Feld. "Es ist nichts Schlimmes", gab Dähne am Montagnachmittag auf AZ-Nachfrage im Teamhotel Susesi Entwarnung: "Ich bin ein wenig übermotiviert in den Ball gesprungen."
Dähne geht am trainingsfreien Tag auf den Golfplatz
Glück gehabt. Die Verletztenliste von Trainer Markus Kauczinski wird vorerst also nicht länger. Der gebürtige Oberaudorfer, der von den Fans als Löwe der Hinrunde auserkoren wurde, wird schon am Dienstag wieder zwischen den Pfosten stehen. Und am Nachmittag dann auf dem Golfplatz gegen Kevin Volland antreten. "Wir werden ein paar Bälle durch die Gegend schießen", verriet der 32-Jährige. Dafür hat er daheim mittlerweile kaum mehr die Möglichkeit. Zwei Kinder und der Löwe, das nimmt Zeit in Anspruch. Da kommt ein freier Nachmittag im Trainingslager recht.
Die beschränkten Zeitkapazitäten für Freizeitaktivitäten sollen aber nicht heißen, dass er sich beim TSV 1860 nicht gut aufgehoben fühlt. Im Gegenteil. "Wir fühlen uns als Familie extrem wohl", betonte Dähne: "Es macht Spaß, jeden Tag ins Training zu gehen." Er ist "stolz darauf, die Nummer eins bei Sechzig zu sein". Die Frage ist allerdings: Wie lange noch? Sein Vertrag läuft am Saisonende aus. Noch gab es keine Gespräche mit Geschäftsführer Manfred Paula über eine Verlängerung.
Was meine Zukunft betrifft, kann ich sagen, dass ich mir alles vorstellen kann.
Dähne würde lieber in der 2. Bundesliga spielen
"Was meine Zukunft betrifft, kann ich sagen, dass ich mir alles vorstellen kann", sagte Dähne. Ligaunabhängig. Auch wenn der Schlussmann, der schon in der Bundesliga im Tor stand, freilich lieber in der 2. Bundesliga spielen würde: "Natürlich ist es ein Traum von jedem, vielleicht eine Liga höher zu spielen, obwohl ich es mir grundsätzlich auch vorstellen kann, mit Sechzig in die Dritte Liga zu gehen. Aber es ist schon das Ziel, dass wir diese Saison so erfolgreich wie möglich gestalten."
Mit anderen Worten: Wenn Dähne den Löwen verlässt, dann wegen der sportlichen Ambitionen. Denn auch die Fans, die an seinem Geburtstag am Trainingsplatz ein Ständchen für ihn sangen, haben es ihm angetan. "Ich hatte es noch nie, dass so viele Fans mit ins Trainingslager reisen", schwärmte er: "Das zeigt, welche Strahlkraft Sechzig hat. Mich macht das extrem stolz."

Nummer 1 des TSV 1860 hat keinen Druck bei den Vertragsgesprächen
Wann eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen werden soll? "Ich bin da relativ entspannt", meinte Dähne: "Wenn es erst im März oder April der Fall ist, ist es für mich auch okay. Ich glaube, dass mich das nicht in meiner Leistung tangiert. Ich denke aber, dass zeitnah Gespräche stattfinden werden." Eines ist schon mal klar: An’s Aufhören denkt der Torwart mit seinen 32 Jahren bisher nicht, auch wenn er nicht bis ins hohe Fußballeralter spielen will. "Solange ich gesund bin und solange es mir Spaß macht, möchte ich weitermachen." Ob beim TSV 1860 oder woanders.
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