"Wollen uns ranrobben": TSV 1860 hat eine klare Marschroute für die kommenden Spiele

Sechzig gegen Rot-Weiss Essen, es war das Duell des Tabellen-Vierten gegen den Achten – und dem TSV ist es durch das 1:1 zumindest gelungen, den Abstand im Duell der beiden Aufstiegsaspiranten nicht zu vergrößern. "Besser einen Punkt, als eine Niederlage – sonst ist der Gegner weiter weg", fasste Torhüter René Vollath, der anstelle des erkrankten Stammkeepers Thomas Dähne die RWE-Kicker mit einer Ausnahme erfolgreich am Toreschießen hinderte, treffend zusammen.

Jakob ist zufrieden mit dem Punkt gegen Essen
Nun folgt Teil zwei einer Mission, die 1860 möglichst bis Saisonende bestreiten will. "Man kann schon zufrieden sein mit dem Punkt. Klar wünscht sich jeder einen Sieg, aber wenn man gegen Essen, die jetzt auch keine schlechte Mannschaft sind, nochmal nen Rückstand aufholt – wie ich schon gegen Verl gesagt habe: Jeder weiß jetzt, dass er mit uns zu rechnen hat", erklärte Kilian Jakob, Rückkehrer des TSV 1860 über den Rückrundenauftakt.
Er ergänzte, was auf das Spiel gemünzt gemeint war, aber auch für Sechzig Hinrunde gelten könnte: "Man sieht auch, wenn wir zurückliegen, dass wir zurückkommen. Wir sind eine gute Einheit. Wir können jetzt erstmal zufrieden sein und uns gleich auf Osnabrück vorbereiten!"
TSV 1860 hat ein Sechs-Punkte-Spiel in Osnabrück
Mit anderen Worten: Am Sonntag, wenn 1860 um 16.30 Uhr beim VfL Osnabrück an der Bremer Brücke antreten muss, steigt das nächste Duell zweier Teams, die möglichst lange und möglichst erfolgreich um den Aufstieg mitspielen wollen. Im nächsten Sechs-Punkte-Spiel gelten für den TSV (31 Punkte, Rang neun) dieselben Voraussetzungen Verlieren verboten, um den Rückstand auf den Gegner Osnabrück (35 Punkte, Rang fünf) nicht größer werden zu lassen. Die Mission dranbleiben!
Was den Rückstand nach ganz oben angeht, ist dieser durch das 1860-Auftakt-Remis und die Siege des SC Verl und des MSV Duisburg auf sieben beziehungsweise sechs Punkte leicht angewachsen. Gegen Ende der Hinserie sah es durch die vier Löwen-Siege in Serie spielend leicht aus, den Rückstand von Woche zu Woche zu verringern.

Kauczinski gibt Marschroute beim TSV 1860 vor
Jetzt wollen die Blauen freilich nicht schon wieder um ihre Früchte gebracht werden, sondern weiter dranbleiben. Trotz der Verletztenmisere (Elf Ausfälle gegen RWE) stellt Jakob klar: "Unser Kader ist auch groß genug, dass wir auch Ambitionen haben."
Chefcoach Markus Kauczinski war es sogar selbst, der die besagten Ansprüche in Worte fasste: "Essen ist ein Spitzenteam, wir wollen uns ranrobben und haben gezeigt, dass wir in dieser Konstellation dranbleiben können und deswegen bin ich zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft."

Dähne und Jacobsen verstärken die Löwen gegen Osnabrück
Zumindest die Nummer eins Dähne und Vizekapitän Thore Jacobsen werden diese Mannschaft in Osnabrück wieder verstärken, auf den Rest der weiß-blauen Kapelle werden Kauczinski und Co. noch etwas warten müssen.
Was das alljährliche Wettrennen um die Aufstiegsränge anbelangt, dürfte sowieso einmal mehr gelten, dass es aufgrund der Ausgeglichenheit der Dritten Liga so ziemlich bis zum Schluss spannend bleiben dürfte. Könnte Sechzig ja zugutekommen, dass man nach dem guten Saisonauftakt schon ausgedehnte Krisen-Zeiten hinter sich hat, oder?
Löwen wollen mit breiter Brust nach Osnabrück fahren
"Wir hatten bestimmt auch Spiele und Phasen in der Vergangenheit, in denen wir eingeknickt wären. Trotzdem hat jeder auf dem Platz gespürt, dass da noch was drin ist. Wenn du das Gefühl hast und der Funke überspringt, dann glaubst du da noch dran", sagte auch Kevin Volland im "Fantalk" über die Stehauf-Löwen und leitete daraus ab: "Wir können mit einer breiten Brust nach Osnabrück fahren."
Also, Löwen: Punkten ist angesagt, um im nächsten direkten Duell nicht nur den Glauben an die eigene Stärke zu stärken, sondern auch das Punktekonto. Oder, in anderen Worten: um dranzubleiben.