Wolfs schönster Tag – nun beginnt der Existenzkampf

Löwen-Trainer heiratet seine Katja. Lienen sagt auf Zypern ab. Steht er für 1860 schon bereit?
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Zeit zum Flittern bleibt ihnen nicht: Am Montag heiratete Löwen-Trainer Uwe Wolf seine Katja in Grünwald, am Dienstag geht’s ins Trainingslager nach Miesbach.
Stefan Matzke/sampics Zeit zum Flittern bleibt ihnen nicht: Am Montag heiratete Löwen-Trainer Uwe Wolf seine Katja in Grünwald, am Dienstag geht’s ins Trainingslager nach Miesbach.

Löwen-Trainer heiratet seine Katja. Lienen sagt auf Zypern ab. Steht er für 1860 schon bereit?

MÜNCHEN Privat hat Uwe Wolf am Montag wohl seinen bislang schönsten Tag erlebt. Der Löwen-Trainer hat seiner langjährigen Lebensgefährtin Katja, die im siebten Monat schwanger ist, im engsten Familienkreis vor dem Standesamt Grünwald das Ja-Wort gegeben – und wenigstens ein paar Stunden mal den Abstiegskampf beim TSV 1860 ausblenden können.

Doch fürs Flittern bleibt nicht wirklich Zeit. Schon am Dienstagabend geht es mit den Löwen ins Trainingslager nach Miesbach – in den Bayerischen Hof. Dort soll Wolf 1860 auf das erste Abstiegs-Endspiel gegen Hansa Rostock (Freitag, 18 Uhr) einstimmen.

Ob er noch die Kraft dazu hat? Es wird ja auch sein persönlicher Existenzkampf. Seit sieben Spielen haben die Löwen nicht mehr in der Zweiten Liga gewonnen – und Wolf (nur 1,1 Punkte pro Spiel und damit schlechter als Vorgänger Marco Kurz) vermittelt nicht unbedingt den Eindruck, dass er noch die Power hat, den Absturz zu verhindern. Und so will sich Sportdirektor Miki Stevic intensiv einmischen in Wolfs Arbeit, damit die nötigen Punkte für den Klassenerhalt noch eingefahren werden.

Dass Uwe Wolf kaum noch eine Zukunft als Cheftrainer haben dürfte, wird ihm selbst mittlerweile auch klar sein. Zwar hat der Ex-Profi noch einen Vertrag bis Juni 2010 an der Grünwalder Straße – doch bestenfalls wird er nach der Saison wieder Co-Trainer und Amateurcoach der U23.

Weil sein Nachfolger schon im Anflug ist?

Fakt ist: Ewald Lienen, der einer von Stevic’ Wunschkandidaten sein soll, hat am Sonntag ein Angebot des zypriotischen Erstligisten Anorthosis Famagusta abgelehnt – wegen einer verbindlichen Zusage beim TSV 1860?

Schon seit längerem kursiert an der Grünwalder Straße das Gerücht, dass der 55-jährige Trainer (früher u.a. in Köln, Hannover, Gladbach und Rostock) einen Vorvertrag bei 1860 besitze und zur neuen Saison beim kriselnden Zweitligisten einsteige. Sollte Lienen wirklich 1860-Coach werden, ist davon auszugehen, dass er seinen eigenen Co-Trainer mitbringt: Schwiegersohn Abder Ramdane, mit dem er zuletzt bei Panionios Athen in Griechenland zusammen gearbeitet hat. Die Löwen halten sich zum Trainer-Thema allerdings weiterhin bedeckt: Um Wolf auf der Zielgeraden nicht weiter zu verunsichern?

Oliver Griss

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