Wolf: Reicht das für 1860?

Nur 1:1 gegen Osnabrück – nach einer indiskutablen Vorstellung. Der 41-Jährige Uwe Wolf startet schlechter als seinerzeit Marco Kurz - Franz Maget, der Vize-Präsident des TSV 1860, macht sich stark für den Löwen-Lautsprecher.
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Ist er als Löwentrainer geeignet? Uwe Wolf.
sampics/Augenklick Ist er als Löwentrainer geeignet? Uwe Wolf.

MÜNCHEN - Nur 1:1 gegen Osnabrück – nach einer indiskutablen Vorstellung. Der 41-Jährige Uwe Wolf startet schlechter als seinerzeit Marco Kurz - Franz Maget, der Vize-Präsident des TSV 1860, macht sich stark für den Löwen-Lautsprecher.

Wenn man es gut mit ihm meint, könnte man behaupten, es war ein gelungener Arbeitstag für Uwe Wolf: Der 1860-Trainer flog diesmal nicht auf die Tribüne, was beim 41-jährigen Heißsporn schon mal als Erfolg zu werten ist. Andererseits hat den Löwen genau dieses Temperament, das der Trainer sonst immer so vorlebt, auf dem Platz gefehlt: Nur 1:1 gegen Osnabrück – nach einer indiskutablen Vorstellung.

Ob das reicht, Manager Miroslav Stevic davon zu überzeugen, dass Wolf über das Saisonende hinaus Trainer bei 1860 bleiben darf? Die Löwen sind weiter unbefriedigender Zehnter in der Zweiten Liga. Eine Platzierung, die auch die Fans kaum erfreuen dürfte. Die Blauen kommen unter Wolf nicht voran. Übrigens: Vorgänger Marco Kurz hat aus seinen ersten fünf Spielen als 1860-Cheftrainer neun Punkte geholt, Wolf nur acht.

Wolf selbst sieht es so: „Andere sagen, ich habe dreimal nicht gewonnen. Aber ich bin ein positiver Typ und sage, die Mannschaft ist unter mir daheim noch ungeschlagen. Wenn man das eine ganze Saison schafft, ist das doch was.“ Etwas, das den eigenen Ansprüchen nicht genügen kann.

„Heimspiele sind Heimsiege!“

Schließlich war es Lautsprecher Wolf selbst, der bei seinem Amtsantritt als Chefcoach posaunt hatte, „Heimspiele sind Heimsiege!“ (und nach seinem ersten Sieg zwölf weitere in Serie angekündigt hatte). Das 1:1 gegen Osnabrück war – nach dem bescheidenen 1:1 gegen den FSV Frankfurt – bereits das zweite Unentschieden hintereinander in der Allianz Arena. Zu wenig, um die Chefs von Wolf zu überzeugen?

Immerhin: Franz Maget, der Vize-Präsident des TSV 1860, macht sich stark für Wolf. „Ich finde, dass die Mannschaft seit Wolf couragierter als unter Marco Kurz auftritt“, sagte er der AZ. „Für mich ist Wolf keine Verlegenheitslösung. Er hat seine Ernennung zum Cheftrainer gerechtfertigt.“

Oliver Griss

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