"Wird uns helfen": Kayabunar plant beim TSV 1860 fest mit Deniz
Trainer Alper Kayabunar ersparte Florian Niederlechner, Felix Weber und Vitus Eicher die rund zweistündige Fahrt zum Toto-Pokal ins mittelfränkische Wendelstein bei Nürnberg. Die Routiniers blieben in München. "Sie haben am Vormittag trainiert", so der 40-Jährige nach dem 5:1 des TSV 1860 gegen den ansässigen FC: "Alle drei Spieler hatten keine so lange Vorbereitung."
Deniz zog sich vergangenen November einen Kreuzbandriss zu
Mit anderen Worten: Sie sollten am Trainingsgelände an ihrer Form arbeiten, um für die kommenden Aufgaben in der Regionalliga fit zu sein. "Auch haben wir in den nächsten Tagen viele Auswärtsfahrten", ergänzte Kayabunar. Am Freitag (19 Uhr) spielen die Löwen beim bisher ungeschlagenen FC Memmingen, schon nächste Woche Dienstag (19 Uhr) geht es zum TSV Aubstadt.
Für einen anderen Routinier wurde das Pokalduell beim Landesligisten dagegen zu einem wichtigen Ereignis: Tunay Deniz. Nach rund neun Monaten gab der Kreativspieler sein Startelfcomeback für die Löwen. Zur Erinnerung: Deniz hatte sich vergangenen November im Heimspiel gegen Energie Cottbus einen Kreuzbandriss zugezogen, und fiel damit aus.

Deniz über sein Comeback: "Ich hatte auf jeden Fall richtig Bock"
"Ich hatte auf jeden Fall richtig Bock", meinte der 32-Jährige nach der Partie gegenüber dem BR. Wenngleich er am liebsten schon im Heimspiel gegen den FC Augsburg II (2:2) seine Rückkehr gefeiert hätte, war es vor den rund 2000 Zuschauern im Wendelsteiner Sportpark ein besonderer Moment für den Mittelfeldspieler.
"Ich habe neun Monate hart gearbeitet, um auf dem Platz stehen zu können", sagte Deniz über die lange Leidenszeit. Nun will er wieder voll angreifen: "Ich versuche, den Jungs auf und neben dem Platz so gut es geht zu helfen." Beim Landesligisten gab Deniz den Mitspielern, wie schon bei den Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen, Kommandos.
Deniz blieb gegen Wendelstein ohne sehenswerte Aktionen
Spielerisch war ihm allerdings die lange Verletzung anzumerken. Deniz blieb nahezu über die 60 Minuten, die ihm sein Trainer am Dienstagabend gab, blass. "Für mich war es wichtig, zu sehen, wie weit Tunay schon ist", meinte Kayabunar, der nun wieder eine Option mehr im Mittelfeld hat.
"Er macht gerade im Training einen guten Eindruck", lobte der Coach. Auch mit dem ersten Auftritt seines Spielgestalters war er grundsätzlich zufrieden: "Man hat gesehen, dass er gerade in der Offensive seine Ideen einbringt, das Spiel kontrollieren kann und die jungen Spieler lenkt. Das ist für uns auch wichtig."

Deniz soll Schlüsselposition einnehmen
In den kommenden Partien soll Deniz, der als erster Spieler überhaupt mit einem Vertrag der neuen Spielbetriebsgesellschaft ausgestattet wurde, eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Nach AZ-Informationen wurde ihm eine solche Schlüsselposition zugesagt. "Er hat Qualitäten im Spielaufbau, die uns in den nächsten Wochen noch helfen werden", sagte Kayabunar. Womöglich schon am Freitag in Memmingen.

