Wirbel um Niederlechner-Jubel: Wurde der Löwe von Ulmer Fans provoziert?
Er kam, sah, traf – und provozierte: Löwen-Rückkehrer Florian Niederlechner hat seinen Torfluch beim 3:2-Sieg des TSV 1860 gegen den SSV Ulm 1846 beendet und dabei für ein positives wie negatives Highlight gesorgt.
Der 35-Jährige, der am Samstag beim Stande von 1:0 für den TSV in der 75. Minute eingewechselt worden war, besorgte in der 84. Minute mit einem feinen Heber über Torhüter Christian Ortag hinweg das vorentscheidende 3:1, gleichbedeutend mit seinem dritten Saisontreffer: Zuvor hatte Niederlechner lediglich an den ersten beiden Spieltagen bei RW Essen (1:1) und gegen den VfL Osnabrück (3:1) getroffen.
1860-Star Niederlechner bejubelt sein Tor intensiv – und provokant
Nachvollziehbar, dass aus dem gebürtigen Ebersberger eine ganze Menge Emotionen herausbrachen: Niederlechner jubelte ausgiebig und brüllte neben seiner Freude vielleicht auch ein bisserl Frust darüber heraus, dass er so lange nicht getroffen und seinen anfänglichen Stammplatz über weite Teile der Saison verloren hatte.
"Geiler Samstag, schönes Wetter, Heimsieg – jetzt trink' ma alle noch eine miteinander", sagte Niederlechner hinterher in einem 1860-Video.

Was sich dagegen nicht gehört: Zwischen seinem sehenswerten Treffer und seinem Torjubel in Richtung der Sechzger-Fans in der Stehhalle zeigte Niederlechner beim Abdrehen in den Pulk der Ulmer Ultras hinter dem Tor in der Ostkurve – ein Jubel, der einer Provokation in Richtung der akut abstiegsbedrohten Gäste gleicht und von Schiedsrichter Nico Fuchs mit einer Verwarnung quittiert wurde. Im Internet mehren sich jedoch die Stimmen, wonach der Offensiv-Löwe beim Warmmachen von Teilen der Gäste-Fans provoziert worden sein soll.
Weitere Niederlechner-Treffer sind gewiss gerne gesehen auf Giesings Höhen, derartige Unsportlichkeiten sollte der Ex-Bundesligaspieler dabei wohl lieber stecken lassen.
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