Wildmoser wird 70: „Ich wünsch’ ihm gute Laune“

Von Lorant über OB Ude bis zur Christl aus dem Stüberl: Die AZ sammelt Geburtstagsgrüße
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Mit AZ und Weißbier in den 70. Geburtstag: Ex-Löwen-Boss Karl-Heinz Wildmoser.
az Mit AZ und Weißbier in den 70. Geburtstag: Ex-Löwen-Boss Karl-Heinz Wildmoser.

MÜNCHEN - Von Lorant über OB Ude bis zur Christl aus dem Stüberl: Die AZ sammelt Geburtstagsgrüße

Am heutigen Dienstag wird Karl-Heinz Wildmoser einmal nicht nicht von seinem Haus in Niederpöcking zu seiner Ausflugsgaststätte nach Hinterbrühl fahren. „Das erste Mal seit 20 Jahren nimm’ ich mir einen Tag frei“, sagt der Ex-Präsident des TSV 1860, „wir feiern mit ein paar Freunden in Andechs.“ Seinen 70. Geburtstag nämlich.

Viele Löwen werden nicht dabei sein, die zwölf Jahre währende Liaison Wildmosers mit 1860 endete im April 2004 tragisch – mit der Stadion-Affäre (für die sein Sohn Heinzi wegen Bestechung und Untreue zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde), in deren Folge er aus dem Amt scheiden musste. Was sich der Groß-Gastronom für die Zukunft wünscht? „Weniger körperliche Schmerzen. Und die Arbeitsplätze meiner rund 150 Angestellten sichern.“ Von seinem Sohn erwartet Wildmoser keine Glückwünsche: „Da wird mit Sicherheit nichts kommen, ich will von ihm auch nichts hören. Wer ist der Kerl eigentlich? Der hat mir mein Leben lang nur Schmarrn erzählt.“

In der AZ gratulieren (und kritisieren) Weggefährten:

Werner Lorant (Ex-Trainer TSV 1860): „Herzlichen Glückwunsch, Präsident. Ich hoffe, du machst eine schöne Feier. Aber wo ist meine Einladung? Bleib gesund. Für 1860 ist es eine Katastrophe, dass er nicht mehr da ist. Wildmoser war der beste Präsident seit 100 Jahren für die Löwen.“

Christian Ude (OB von München): „Ich hoffe, dass er seine schwere Lebenskrise nun hinter sich lässt und Kraft findet, in eine positive Zukunft zu gehen. Für mich war es unvorstellbar, dass die Entwicklung Vater/Sohn auseinander ging, aber für 1860 konnte diese Familien-Dynastie so nicht weitergeführt werden. Unbestritten ist aber, dass 1860 mit dem Aristokraten Wildmoser eine Phase des Erfolgs gegangen ist."

Thomas Miller (1860-Kultverteidiger): „Ich wünsch dem Karl-Heinz vor allem Gesundheit – und: Er soll sich mit 1860 versöhnen und wieder ins Stadion gehen. Der Verein soll ihn einladen. Wildmoser hat den Verein geprägt wie kein Zweiter.2

Alfred Lehner (Ex-Präsident):„Es war eine gute Zeit mit Wildmoser als Präsident. Für das Ende, da konnte er weniger dafür. Wildmoser hat zu 1860 gepasst, er hat den Laden zusammengehalten. Ich würde mir wünschen, dass heute auch so einer da wäre.“

Petar Radenkovic (Löwen-Legende): „Wildmoser wird immer zur 1860-Familie gehören – er hat seine Spuren bei den Löwen hinterlassen. Er hat viele gute Sachen gemacht, 1860 in die Bundesliga geführt und dort etabliert – aber auch Fehlentscheidungen getroffen.

Axel „Löwenbomber“ Dubelowski (Fan-Beauftragter): „Die ersten drei Jahre hat er alles richtig gemacht. Er hat Werner Lorant geholt, zwei Aufstiege in Folge geschafft, Bundesliga im Sechzger-Stadion gespielt. Dann wollte er unbedingt ins Olympiastadion ziehen und hat damit die Fanszene gespalten. Wenn er uns weiter Bundesliga im 60er ermöglicht hätte, hätten wir ihm ein Denkmal gebaut. So bleibt von seiner Amtszeit nur ein fader Nachgeschmack."

Hans Vonavka (Sprecher Pro 1860): „Er hat den Verein am Anfang sicherlich auf die Erfolgsspur gebracht, ist aber dann zunehmend größenwahnsinnig geworden. Am Ende führte er den Klub nach Gutsherrenart.“

Karsten Wettberg (Ex-Trainer und 1860-Aufsichtsrat): „Ich werde ihn anrufen. Wer von 1860 spricht, kommt an KHW nicht vorbei. Ohne Wildmoser wäre dieser Aufstieg nicht möglich gewesen. Ihm alleine die Schuld zu geben an der Misere, wäre zu einfach."

Franz Maget (1860-Vizepräsident): „Ich habe ihm einen Brief geschrieben und ihm gratuliert. Ich gehe davon aus, dass da vom Verein auch noch etwas kommen wird. Das waren keine schlechten Jahre für 1860 unter Wildmoser, wir haben Bundesliga gespielt, wären fast in die Champions League gekommen. Davon sind wir heute weit entfernt.“

Manfred Schwabl (Ex-Kapitän 1860): „Auch wenn wir in der Vergangenheit ein paar mal aneinandergeraten sind, ändert das nichts daran, dass ich ihm alles Gute wünsche.“

Christl Estermann (Wirtin „Löwenstüberl“): „Ich wünsch’ ihm ein gutes Geschäft, gute Laune und, dass sein Verein nicht absteigt. Er war ein guter Präsident.“

Oliver Griss, Filippo Cataldo

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