Rathaus-Lage könnte Sechzig in die Karten spielen – so wollen die Löwen den Stadion-Ausbau stemmen

Die Löwen wollen das Sechzgerstadion selbst um- und ausbauen. Aber wie sollen sie das stemmen können? Wie der TSV 1860 das Großprojekt organisieren will. Und warum die Zeichen nicht so schlecht stehen, dass die Stadt dafür weiter eine Unterstützung sein könnte.
Felix Müller
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Löwen-Fans in der weiterhin unüberdachten Westkurve.
Löwen-Fans in der weiterhin unüberdachten Westkurve. © IMAGO/Fotostand / Schäfer

Wie geht es weiter beim Grünwalder Stadion? OB Dieter Reiter (SPD) hatte es eines seiner großen Ziele für 2026 genannt, den Durchbruch zu erreichen – im Idealfall für eine Erbpachtlösung, mit der der TSV 1860 das Stadion übernehmen könnte.

Nun ist Reiter ab nächster Woche nicht mehr OB – doch sein Nachfolger Dominik Krause (Grüne) hat ebenfalls Sympathien für einen Ausbau unter Regie der Löwen. Und nach den Wirrungen der vergangenen Wochen spricht in diesen Tagen alles dafür, dass Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD), die das Thema schon bisher an der Stadt-Spitze betreute, ihren Posten behalten darf.

Wie die Löwen das Aus- und Umbau organisieren wollen

Keine so schlechten Voraussetzungen also. Zumal der TSV 1860 selbst das Projekt auch vehement voranzutreiben scheint. Am Dienstag verkündete das Präsidium, dass es eine Stadion-Betriebsgesellschaft gründen will. Im Juni soll die Mitgliederversammlung der Sechzger dem formal zustimmen.

Bau, Sanierung, Instandhaltung: Für all das soll eines Tages diese Gesellschaft zuständig sein, die aber auch schon die Erbpacht-Verträge abschließen soll. Bleibt die Frage, wie der chronisch klamme Verein (der das Projekt organisiert, nicht die ausgegliederte Profifußballfirma) den Spaß finanzieren will. Das Stammkapital soll laut Mitteilung aus externen Zuwendungen kommen, nicht aus Mitgliedsbeiträgen. Dritte sollen sich also beteiligen können, heißt es explizit in der Mitteilung. Aber der Verein müsse stets 51 Prozent der Gesellschaftsanteile halten.

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