Von Kowarz abgeknutscht: Die Löwen lieben Hain

Ausgerechnet Stephan Hain: Sein viel umjubelter Siegtreffer für den TSV 1860 gegen den VfL Bochum war gleichzeitig sein Premierentreffer für die Löwen.
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Stephan Hain inmitten der Jubel-Traube des TSV 1860.
sampics Stephan Hain inmitten der Jubel-Traube des TSV 1860.

München – Das Drehbuch hätten Hollywood-Regisseure nicht besser schreiben können. Stephan Hain, 13 Monate verletzt, noch ohne Tor für den TSV seit seinem Wechsel im Sommer 2013, eingewechselt gegen Bochum in einer Phase, in der 1860 drohte das dritte Spiel in Folge ohne Tor zu bleiben, drehte das Spiel mit seinem allerersten Pflichtspiel-Tor für 1860. Ein Spiel, das in fünf Wochen vielleicht als der Wendepunkt im Abstiegskampf für die Löwen gelten wird.

Hain, der Unglücksrabe, der erst 788 Pflichtspiel-Minuten für den TSV auf dem Buckel hat, gerade einmal 17 Spiele in eindreiviertel Jahren. Der Niederbayer aus Zwiesel, dessen Aufstiegstor für den FC Augsburg im Jahr 2011 wie aus einem anderen Leben zu stammen scheint. An Samstag, den 18. April 2015, wird er sich wohl noch lange erinnern. An die 92. Minute, als Gui Vallori eine Flanke vor das Bochumer Gehäuse köpfte, Hain – sich im Abseits wähnend – den Ball mit Oberschenkel, Hüfte, Bauch, egal – mitnahm und ins Tor abfälschte. Und dann wie von Sinnen zu jubeln begann. Wie der Rest der Löwen-Familie. Spieler, Betreuer, Fans. Wenn sie gekonnt hätten, wären sie alle auf Hain gestürzt.

Die AZ hat Stimmen zum Matchwinner gesammelt. So erlebten die Protagonisten den entscheidenden Moment zum 2:1-Sieg über den VfL Bochum:

Stephan Hain: „Das ist ein super Gefühl, das hätte ich mir nicht besser aussuchen können. Man darf nie aufgeben, egal, wie viele Rückschläge kommen. Das war heute ganz wichtig für unser Selbstvertrauen, das muss uns jetzt richtig pushen.“

Trainer Torsten Fröhling: „Stephan hat das die letzten Wochen schon im Training gewollt. Das, was er heute geleistet hat, nicht nur wegen seines Tores, war richtig guter Fußball.“

Co-Trainer Collin Benjamin: „In dem Moment habe ich gar nicht mehr gedacht. Das war Freude pur. Und dann die Liebensszene, als Kurt Kowarz den Haini abgeknutscht hat. Stephan ist ein Torjäger, und jetzt hat hoffentlich auch der Letzte gesehen, was er drauf hat.“

Torschütze Marius Wolf: „Für Haini freut es mich so richtig. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Wie er sich nach der langen Verletzung zurückgekämpft hat. Und dann heute das Tor. Großartig!“

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