Vollands Traum: Die Allgäuer Achse bei Jogi

Hier erklärt Kevin Volland, warum er froh ist, noch bis Sommer bei 1860 bleiben zu dürfen, was er von Benny Lauth gelernt hat und was ihn mit Götze und Badstuber verbindet.
| Interview: Ljubo Herceg
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Wieder für 1860 am Ball: Stürmer Kevin Volland
Rauchensteiner/AK Wieder für 1860 am Ball: Stürmer Kevin Volland

Hier erklärt Kevin Volland, warum er froh ist, noch bis Sommer bei 1860 bleiben zu dürfen, was er von Benny Lauth gelernt hat und was ihn mit den Nationalspielern Götze und Badstuber verbindet.

AZ: Herr Volland, welcher Sieg war denn für 1860 wichtiger: der 1:0-Erfolg in Ingolstadt oder Ihr Verbleib bis zum Sommer 2012?

KEVIN VOLLAND (schmunzelnd): Das 1:0 gegen Ingolstadt war schon wichtiger. Mich freut es, dass ich weiter bei Sechzig spielen darf, denn so bekomme ich auf jeden Fall Spielpraxis. Allerdings war der Derby-Sieg auch wichtig, da die vergangenen Spiele nicht so berauschend waren.

Wie haben Ihre Mitspieler es aufgenommen, dass Sie bleiben?

Positiv. Die einen haben gesagt, gut, dass du bleibst, die anderen, dass es die bessere Lösung ist.

Hatten Sie persönlich Kontakt zu Hoffenheim?

Ich hatte Kontakt mit Manager Tanner und zudem hat mich mein Spielerberater auf dem Laufenden gehalten. Trainer Stanislawski wollte mich sofort haben, doch letztlich hat Herr Tanner die beste Lösung im Sinne von Hoffenheim und für mich gefunden.

Die Konkurrenz im Hoffenheimer Sturm ist nicht ohne: Babel, Ibisevic, Obasi, Mlapa.

In der Bundesliga herrscht bei jedem Verein Konkurrenzkampf. Das wird zwar auch im Sommer so sein, doch ich werde mich nicht verstecken.

Haben Sie sich auch bei Ihren Ex-Mitspielern Moritz Leitner (Dortmund) oder Aleksandar Ignjovski (Bremen) über die Bundesliga informiert? Ignjovski und Leitner kommen häufig zum Einsatz, das freut mich für die beiden. Mit Moritz unterhalte ich mich regelmäßig – per Internet und auch telefonisch. Ihn habe ich auch gefragt, wie der Schritt aus der 2. Liga ins Oberhaus ist, aber vor allem, wie es ihm dabei ergangen ist. Wie das Training so abläuft, auf was Wert gelegt wird… Dortmund ist schon eine andere Hausnummer – die spielen Champions League – da kommt es viel auf Taktik, aber auch auf Spielerisches an. Ich würde diesen Schritt in die Bundesliga aber nicht wagen, wenn ich es mir nicht zutrauen würde.

Für Sie spricht, dass Trainer Stanislawski Sie auch schon zur Winterpause haben wollte.

Ich habe jetzt nicht gerade viel mit ihm geredet, doch ich denke, er ist ein Supertrainer und freue mich auf die Zusammenarbeit. Und natürlich tut es gut, wenn man weiß, dass der Coach einem vertraut und fördert – das erleichtert die ganze Sache, genauso wie bei Herrn Maurer. Die Förderung bei 1860 ist was Besonderes, gerade für junge Spieler.

Haben Sie eigentlich viel von Ihrem Sturmpartner Benny Lauth gelernt?

Ja schon, im Training schaue ich mir immer wieder an, wie Benny die Situationen löst. Wir sind zwar zwei verschiedene Spielertypen – er ist technisch bärenstark. Seine Ballannahme hätte ich auch gerne, die ist Weltklasse. Auch in Eins-gegen-Eins-Situationen und beim Torabschluss kann ich einiges von ihm lernen.

Was sind Ihre Schwächen, was Ihre Stärken?

Ich bin immer wieder mal unkonzentriert in der Ballannahme oder im Passspiel. Mein Kopfballspiel ist verbesserungswürdig, da ich nicht gerade der Größte bin. Und Stärken...(Pause) Ich kann über 90 Minuten Vollgas geben und kämpfen. Im Balldurchstecken bin ich auch ganz gut, ein paar Tore mache ich auch. Ich habe aber noch viel Luft nach oben.

Dann freuen wir uns in Zukunft auf eine „Allgäuer Achse” im DFB-Team: Holger Badstuber (Abwehr) und Mario Götze (Mittelfeld) stammen beide aus Memmingen, Sie aus Marktoberdorf.

Ein Traum wäre es schon, mein Ziel auch. Doch soweit kann ich nicht in die Zukunft blicken. Beim Mario ist es super gelaufen, er ist ein überragender Spieler – wir haben zusammen die U17-WM gespielt, doch Schritt für Schritt. Erst einmal will ich bei der U21 debütieren. Doch gegen eine „Allgäuer Achse” im DFB-Team hätte ich nichts einzuwenden, das wäre schön.

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