Volland und Niederlechner im Anflug – was das für die TSV-1860-Hierarchie um Kapitän Verlaat bedeutet

Kevin Volland und Florian Niederlechner bringen Bundesliga-Erfahrung und Führungsqualitäten zum TSV 1860. Ihre Ankunft verspricht eine neue Ära der Ambitionen – aber auch Veränderungen in der Hierarchie im Team.
Ruben Stark
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Künftig soll er auch den TSV 1860 antreiben: Der Noch-Berliner Kevin Volland klatscht aufmunternd in die Hände.
Künftig soll er auch den TSV 1860 antreiben: Der Noch-Berliner Kevin Volland klatscht aufmunternd in die Hände. © IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

München - Kevin Volland und Florian Niederlechner werden Gewicht in die Kabine des TSV 1860 bringen. Nein, damit sind keine neuen Hantelstangen gemeint und despektierlich ist es freilich auch nicht zu verstehen – beide werden sich gewiss topfit der neuen Aufgabe stellen –, sondern im übertragenen Sinne.

Zwei Profis mit langjähriger Bundesliga-Erfahrung, mit teils international geschmückter Vita, mit zusammen deutlich über 250 Toren in ihrer bisherigen Profikarriere, deren Wort wird an der Grünwalder Straße 114 enormes Gewicht haben – und das soll es auch.

TSV 1860 München: Volland und Niederlechner bringen Erfahrung und Führungsstärke

Das neue Identifikations-Mentalitäts-Führungsduo, wenn man es in einen Begriff pressen möchte, wird einerseits die sportlichen Ambitionen erhöhen, zudem für weiter gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen und andererseits schon qua Anwesenheit zu beachten sein. Ein Platz weit oben in der Hierarchie der künftigen Mannschaft geht damit zwangsläufig einher. "Wir wollen Spieler als Führungsspieler etablieren, die Mentalität mitbringen", sagte Sechzigs Sportchef Christian Werner zu dieser Dimension des doppelten Transfercoups.

Sechzigs Sportchef Dr. Christian Werner (l.) mit Neuzugang Florian Niederlechner.
Sechzigs Sportchef Dr. Christian Werner (l.) mit Neuzugang Florian Niederlechner. © sampics

Die Tage, wo der TSV um den Drittliga-Klassenverbleib bangen muss, sollen der Vergangenheit angehören, eben auch dank einer veränderten Struktur im Team. Dafür stehen Volland und Niederlechner als Bald-Wieder-Löwen, dafür spricht aber auch die Personalie Marco Hiller als Bald-Nicht-Mehr-Löwe. "Es ist super, dass wir zwei tolle Charaktere und solche Führungsspieler für uns gewinnen konnten. Das ist ein ganz wichtiges Kaderpuzzle", schwärmte Werner.

Führungswechsel: Die Rolle von Jesper Verlaat und Thore Jacobsen

Aber wie könnte die Struktur der blauen Ausgabe 2025/26 aussehen? Wird etwa am Kapitän Jesper Verlaat gerüttelt? Klar ist, dass Volland und Niederlechner mehr als jeder andere Löwe in der nächsten Saison unterm Brennglas spielen werden und auch so manchem Skeptiker davon überzeugen müssen, noch genug Energie, Klasse und Robustheit im vom langen Profijahren gezeichneten Körper zu haben.

TSV-1860-Kapitän Jesper Verlaat.
TSV-1860-Kapitän Jesper Verlaat. © sampics

All das ließe die Konklusion zu, dass Verlaat nebst seiner blonden Löwenmähne künftig auch weiterhin die Löwenbinde trägt, um den beiden Top-Zugängen nicht noch mehr Verantwortung und Erwartungslast aufzubürden. Dass auch Thore Jacobsen als Sechser und stellvertretender Kapitän nicht an Bedeutung verliert. Und Einfluss nehmen können Volland und Niederlechner ohne das äußere Merkmal genug.

"Was mich immer am meisten ausgezeichnet hat, ist schon die Mentalität: immer Vollgas geben auf dem Platz, immer 100 Prozent. Ich versuche, die Jungs mitzureißen auf und neben dem Platz",sagte Niederlechner bei seiner Vorstellung. Der gebürtige Ebersberger, so kann man das deuten, braucht keine megaphonlauten Ansagen, um seinen Anspruch und Willen geltend zu machen. Die Leistung soll auch im reifen Profialter von 34 Jahren am lautesten für ihn sprechen.

Kevin Volland über seine Rolle: "Ich gebe Gas und versuche, alles reinzuhauen"

Genauso denkt der Marktoberdorfer Volland, der als bodenständige und hoch angesehene Persönlichkeit beschrieben wird. "Ich gebe Gas und versuche, alles reinzuhauen", verdeutlichte der 32-Jährige bei seinem ersten Auftritt für die alte und neue Liebe – und wies darauf hin, dass letztlich so oder so vieles daran hängt, wie harmonisch das Gesamtgebilde funktioniert:

Kevin Volland war der erste Hochkaräter von 1860 für die neue Saison.
Kevin Volland war der erste Hochkaräter von 1860 für die neue Saison. © David Inderlied/dpa

"Wenn wir eine geile Mannschaft beieinander haben und man auch Verantwortung abgeben kann, können wir zusammen was reißen."  Diese Zuversicht teilt Niederlechner: "Ich denke, dass es sehr gut funktionieren kann. Nicht nur mit Kevin, wir werden alle viel Spaß haben."

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  • shark vor 4 Stunden / Bewertung:

    Ein Konzept ist bei Werner schwer erkennbar und seine Einkaufspolitik wirft Fragen auf
    Wieviele Stürmer will er noch verpflichten -wo doch die Probleme eher in der Abwehr und teiweise im Mittwelfed liegen.
    Und solange Verlaat "Abwehrchef sein will"dies allerdings längst nicht mehr erfolgreich ist,ergeben sich ganz andere Fragen.
    Zunächst muss die Abwehr sattelfest und stabil sein,danach muss das Mittelfeld kreativer und dynamischer werden.
    Wir haben aktuell bald 8-10 Stürmer-die zum Teil gar nicht zusammen passen.
    Ich würde Guttau halten,Hobsch auch,Volland sehe ich gerne wieder im Löwen-Trikot.
    Bei der Verpflichtung von Niederlechner werfen sich schon einige Fragen auf -und ich sehe da auch einen Widerspruch zu Entwicklung von jungen Talenten ,denen kaum eine Chance eingeräumt wird.
    Eine AH Team sollte 60 nicht werden.

  • Hausgeist vor 5 Stunden / Bewertung:

    Ich bin halt schon zu lange Fan dieses Vereins um zu glauben das die Geschichte nächstes Jahr so laufen wird…
    Das letzte Mal als grosse Rückkehrer angekündigt wurden um Aufzusteigen sind wir danach von der 2. in die 4. Liga abgestiegen….

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